EBENSEE — „Wir und unsere Kunden sehen dem kommenden Winter nicht gelassen,
aber doch gut vorbereitet entgegen“, sagt Stefan Maix, Vorstandsvorsitzender im
Gespräch mit dem VOLKSBLATT. Das Unternehmen hat aus den Lieferengpässen des
vergangenen Winters gelernt und sich so gut wie möglich vorbereitet. Schließlich
sei die Witterung unberechenbar.
So konnte die Salinen Aus- tria AG die Produktion um 30.000 auf nunmehr 1,116
Mio. Tonnen steigern. „Dies half uns, die leeren Lager rasch zu füllen. Derzeit
befinden sich mehr als 260.000 Tonnen Auftausalz in unseren Hallen in Ebensee“,
erläutert der Firmenchef. Gemeinsam mit den Kunden habe man die Voreinlagerung
größtenteils abgeschlossen, so dass auch die Abnehmer wie etwa das Land OÖ mit
vollen Salzlagern in die kommende Wintersaison gehen würden.
Das Unternehmen mit Sitz in Ebensee erzielte im Geschäftsjahr 2009/10 mit 467
Mitarbeitern einen Umsatz von 109,2 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit betrug 5,7 Mio. Euro.
Quelle: http://www.volksblatt.at/index.php?id=80629&MP=61-9398
Thermenmanager bauten eigenhändig Salz in Altausseer Bergwerk ab
Robert Rogner jr., Betreiber des
oststeirischen Hundertwasser-Bades Blumau, und seine Mitarbeiter haben am
Mittwochnachmittag im Bergwerk von Altaussee eigenhändig Salz abgebaut.
Das Team kämpfte sich bis zu drei Kilometer im Stollen voran und arbeitete
mit traditionellen Gerätschaften und Methoden. Unterstützt wurde das Hotelteam
von professionellen Bergleuten.
Die Aktion ist Teil einer Kooperation zwischen dem Rogner Rad und den Salinen
Austria, die erstmals einem Privaten den Salzabbau gestatteten. "Durch den
eigenhändigen Abbau wird der Wert des Steinsalzes für uns und folglich auch für
unsere Gäste erst richtig begreifbar", begründete Rogner seine Motivation. In
Blumau wird das Salz aus Altaussee sowohl kulinarisch verwendet als auch im
Wellnessbereich.
Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/liezen/altaussee/2884731/thermenmanager-bauten-eigenhaendig-salz-altausseer-bergwerk-ab.story
Streusalzhalle am Hafen Wien kostete 4,5 Millionen Euro - Sima:
Stadt gegen internationale Engpässe gerüstet
Wien - Am Montag wurde am Gelände des Wiener Hafens Europas größte Lagerhalle
für Streusalz eröffnet. In dem 4,5 Millionen Euro teuren Bau können bis zu
25.000 Tonnen Salz gebunkert werden. Damit hätten etwaige Engpässe am
internationalen Salzmarkt keinerlei negative Auswirkungen auf die
Verkehrssicherheit in der Bundeshauptstadt, freute sich Umweltstadträtin Ulli
Sima in einer Pressekonferenz.
Die Aufstockung sei insofern nötig geworden, da der Salzbedarf in den
vergangenen Jahren gestiegen sei, hieß es. Gleichzeitig habe man allerdings den
Verbrauch von Streusplitt stark reduziert, wurde betont.
Verdopplung der Lagerkapazität
Dank des neuen Depots, das innerhalb von sechs Monaten von der stadteigenen
Wien-Holding, zu der der Hafen gehört, errichtet wurde, verfügt Wien nun mit
insgesamt 45.000 Tonnen über die doppelte Lagerkapazität als bisher. In der
bereits bestehenden Halle, die seit 2004 ebenfalls am Hafengelände angesiedelt
ist, haben 20.000 Tonnen Salz Platz. Das Streumaterial stamme vorwiegend aus
Österreich, hieß es. Angeliefert wird das Streumittel überwiegend per Bahn, im
Bedarfsfall aber auch mit dem Schiff oder via Lkw.
Der neue Bau selbst ist 100 Meter lang, 30 Meter breit und zehn Meter hoch.
Im Inneren finden sich insgesamt fünf Lagerboxen im Ausmaß von je rund 560
Quadratmetern. Mit einem Förderbandsystem kann die angelieferte Auftauhilfe am
jeweils gewünschten Platz abgeworfen werden.
Weitere Silos über Stadt verteilt
Das Depot verschlang bei seiner Errichtung einiges an Material: So wurden
beispielsweise 500 Tonnen Eisen und mehr als 3.000 Kubikmeter Beton verbaut.
Außerdem beanspruchte die Halle circa 10.000 Quadratmeter Schalung, was einer
Fläche von zweieinhalb Fußballfeldern entspricht.
Zusätzlich zu den Lagerkapazitäten am Hafen Wien stehen der
Magistratsabteilung 48, die für den Winterdienst zuständig ist, noch weitere
Silos und kleine Hallen zur Verfügung. Sie sind über das gesamte Stadtgebiet
verteilt und fassen insgesamt noch einmal rund 7.000 Tonnen Streusalz.
Schlägt der Winter in der Bundeshauptstadt zu, kann Wien mit einer bis zu
1.400 Mann starken Truppe aufwarten, die sich der weißen Pracht annimmt. Im
Volleinsatz verfügt die "48er" über 382 Streu- und Räumfahrzeuge, mit denen
2.800 Kilometer Straßenlänge betreut werden. (APA)
Quelle: http://derstandard.at/1322872933406/25000-Tonnen-Depot-Europas-groesster-Bunker-fuer-Streusalz-steht-in-Wien
Salz ist lebensnotwendig!
Salz spielt eine wichtige Rolle für das Nervensystem, die Verdauung und den
Knochenbau. Salz regelt außerdem den Wasserhaushalt. Viele MS-Betroffene neigen
dazu, bei Blasenproblemen zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen, das kann auch
Folgen für den Elektrolythaushalt haben. Krämpfe und Müdigkeit können die Folge
sein.
Für unseren Körper
ist Salz genauso wichtig wie Wasser. Salz reguliert den Elektrolythaushalt und
ist verantwortlich für den osmotischen Ablauf in den Zellen. Die Aufnahme von
Salz hat auch eine Aufnahme von Wasser zur Folge und umgekehrt. Unsere Zellen
und Organe benötigen Salz um zu funktionieren.
Zusammen mit Kalzium,
Magnesium und Kalium ist Natriumchlorid verantwortlich für unseren gesamten
Stoffwechsel. Kommt es zu einem Salzmangel, treten Symptome wie Muskelkrämpfe,
Schwindel- und Schwächegefühle, Müdigkeit, Schwächung der Knochenstruktur und
Kopfschmerzen auf. Salz spielt auch bei Osteoporose eine große Rolle. Deshalb
sollten MS-Betroffene, die ein erhöhtes Osteoporoserisiko haben, auf eine
ausgewogene Salzzufuhr achten.
Grundsätzlich kann ein gesunder Körper zu
viel Salz über den Urin ausscheiden. Trotzdem sollte nicht zu viel Salz
aufgenommen werden, da dies einen negativen Effekt auf den Blutdruck haben kann.
Menschen mit Leber- und Nierenproblemen oder festgestelltem Bluthochdruck
sollten hier besonders vorsichtig sein. Die empfohlene Menge Salz liegt bei 6
Gramm pro Tag, was ungefähr einem Teelöffel entspricht. Viel Salz versteckt sich
in Fertigprodukten und Fastfood. In natürlichen Lebensmitteln kommt Salz nur in
geringen Mengen vor. Wer selbst kocht und vorsichtig mit Käse-, Schinken-, Wurst
und eingelegten Produkten umgeht, kann bedenkenlos sein Frühstücksei
salzen.
Das Angebot an verschiedenen Salzen ist überwältigend. Von
Meersalz über Himalaya-Salz, Steinsalz, Kalahari-Salz und Fleur de sel reicht
die Bandbreite. Einige sollen sogar eine heilende Wirkung haben. Salz besteht
jedoch zu 97 Prozent aus Natriumchlorid. Die restlichen drei Prozent sind
verschiedene Spurenelemente und Mineralien. Rechnet man diese drei Prozent auf
die empfohlene Tagesdosis von ca. einem Teelöffel um, kann die heilende Wirkung
vernachlässigt werden. Geschmacklich gibt es feine Unterschiede. Preislich
können die Unterschiede ebenfalls groß sein. Beim Fleur de sel ist bspw. die
Gewinnung sehr aufwendig. Die Blume des Salzes entsteht durch Verdunstung. Auf
der Wasseroberfläche bildet sich eine dünne Salzschicht, die mit der Hand
abgetragen wird. Dieses Salz enthält viel Magnesium und soll milder
schmecken.
Das hierzulande hergestellte Salz ist meist mit Jod, Fluorid und Folsäure
zusätzlich versetzt und deshalb aus gesundheitlicher Sicht zu empfehlen. Fluorid
schützt die Zähne, Jod ist hilfreich bei Schilddrüsenproblemen und Folsäure kann
Missbildungen des Kindes in der Schwangerschaft vorbeugen.
Exotische Salze, wie Kalahari- und Himalaya-Salz, haben einen langen
Transportweg hinter sich. Mit Blick auf die Umwelt, Gesundheit und den
Geldbeutel ist unser hiesiges Salz deutlich im Vorteil.
Beim Kochen hat
Salz, neben dem geschmacklichen Aspekt noch einen ganz anderen Zweck. Wie auch
in unserem Körper gilt bei der Verwendung von Salz beim Kochen das osmotische
Prinzip – es wird ein Ausgleich hergestellt. Deshalb ist folgendes zu beachten:
- Damit das Gemüse beim Kochen nicht seinen Geschmack verliert, muss es in
Salzwasser gekocht werden. Ohne Salz würde das Wasser dem Gemüse, das einige
osmotische Salze enthält, diese entziehen, um den Ausgleich herzustellen. Das
Gemüse verwässert und schmeckt fade. Genauso verhält es sich mit Nudeln.
- Eine geschmacklich gute Fleischbrühe gelingt nur in ungesalzenem Wasser. Die
Zellen im Fleisch nehmen Wasser auf. Durch den entstandenen Druck platzen die
Zellen und der Inhalt ergießt sich ins Wasser.
- Um ein saftiges Siedefleisch zu erhalten, muss es in gesalzenem Wasser
gekocht werden. Hat das Salzwasser den gleichen Salzgehalt wie das Fleisch
treten kaum Saft und Aroma aus.
- Beim Braten das Fleisch nur ganz kurz vorher salzen oder danach. Gesalzen
würde das rohe Fleisch schon nach einer viertel Stunde Wasser und Geschmack
abgeben.
- Fisch und Fleisch werden saftig und schmackhaft, wenn sie in einer
Salzkruste gebraten werden. Das Salz wirkt isolierend.
Salz ist für eine gesunde Ernährung unverzichtbar. Doch auf die richtige
Menge kommt es an. Gerade MS-Betroffene sollten auf eine ausgewogene Salzzufuhr
achten.
Quelle: http://www.aktiv-mit-ms.de/aktiv-leben/exklusiv/saisontipps/gesunde-ernaehrung-wieviel-salz-und-welches/
Salz und Speck aus der Urzeitindustrie:
Im Hallstatt gab es schon vor 3.500 Jahren ein großes
Produktionszentrum mit faszinierenden technischen Innovationen
Österreichische Archäologen stoßen im Berg auf immer neue Erkenntnisse über
den Bergbau der Bronzezeit.
Ein schneereiches Hochtal fernab von Verkehrswegen, erreichbar nur über einen
400 Meter hohen Steilhang - abgelegenerer Orte als das Salzbergtal von Hallstatt
gibt es wenige. Und dennoch dürfte hier bereits vor 3500 Jahren ein
Industriebetrieb entstanden sein, der im Wirtschaftsleben der Bronzezeit weit
über Mitteleuropa hinaus eine Schlüsselrolle spielte.
Das vermuten zumindest Archäologen, die unter der Leitung Hans Reschreiters
vom Naturhistorischen Museum (NHM) seit 20 Jahren im und rund um das Hallstätter
Salzbergwerk graben.
Die wichtigsten Funde der vergangenen Jahre betreffen nicht die eigentliche
Hallstattzeit - jene Epoche der älteren Eisenzeit, die etwa 800 v. Chr. begann -
sondern die Jahre zwischen 1500 und 1200 v. Chr. Damals gab es bereits einen
großen Bergbau in Hallstatt, von dem aus Salz bis
in die ungarische Tiefebene, ins heutige Italien und weit nach Norden geliefert
wurde. "Hallstatt war ein Global Player mit einer Art Monopolstellung - trotz
seiner geografisch ungünstigen Lage", sagt Reschreiter.
Hallstatt dürfte damals im Zentrum eines dichten Handelsgeflechts gestanden
sein. So wurden Werkzeugstiele aus Eichenholz und Seile aus Linde gefunden, die
in der Region kaum zu finden ist. Gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur
werden nun die Versorgungswege erforscht.
Und neben der Salzproduktion dürfte es im Bergwerk eine große
Schweineveredelung gegeben haben, im Zuge deren hunderte Schweine im Jahr zu
Speck verarbeitet wurden. Archäologen haben
riesige Wannen gefunden, in denen man 150 Schweine gleichzeitig pökeln konnte,
und tausende Knochen von Tieren, die alle das gleiche Schlachtalter aufwiesen.
Zur Mästung wurden die Schweine zwei Winter lang durchgefüttert. "Das ging weit
über den Eigenbedarf hinaus", sagt Reschreiter. "Weite Bevölkerungsteile der
Ostalpen wurden von hier aus versorgt."
Warum wurden die Schweine auf den Berg gebracht und nicht das Salz ins Tal? Die Forscher vermuten, dass verunreinigtes
Salzwasser zum Pökeln verwendet wurde und das Fleisch zum Trocknen und Räuchern
aufgehängt wurde. Konstante Temperaturen und die rauchende Abluft der im
Bergwerk eingesetzten Rauchspäne, boten ideale Bedingungen. Wie viele Menschen
dort tatsächlich tätig waren, soll eine Computersimulation der TU Wien eruieren.
Schätzungen schwanken derzeit zwischen 30 und 500.
Was Reschreiter am meisten beeindruckt, sind die technischen Innovationen der
damaligen Zeit. So etwa Tragsäcke, die nur einen Schulterriemen und auf der
anderen Seite einen Knüppel haben, mit denen man 30 Kilo Salz tragen und die man ohne Kraftaufwand entleeren
kann. Füllen musste sie allerdings ein anderer Arbeiter, was auf eine klare
Arbeitsteilung deutet.
Die im Bergwerk gefundenen Pickel mit langen Stielen und spitzen Winkeln gibt
es sonst nirgendwo. Und die Fülltröge bestehen aus einem extrem reißfesten,
leichten Holz, das die Natur nur durch einen Trick produziert.
Wenn zwei Tannen nahe beieinander stehen und eine gehackt wird, dann lebt sie
weiter, indem sie Nährstoffe von den Wurzeln des anderen Baums bezieht. Doch sie
wächst nur noch in die Breite in Form besonders harter Baumstocküberwallungen,
aus denen dann die Tröge geschnitten werden. Allerdings dauert der
Wachstumsprozess 15 bis 20 Jahre. "Jemand muss einen Baum hacken und dann das
Wissen seinen Nachkommen weitergeben. Das ist eine generationenübergreifende
Produktionsplanung", sagt Reschreiter, der die Erkenntnis über diese
einzigartige Technik noch gar nicht publiziert hat.
Der wichtigste Fund der letzten Zeit ist eine Holzstiege mit Sprossen, die in
die Wangen nur eingehängt werden. "Das ist eine einmalige Konstruktion, eine Art
Baukastensystem", schwärmt Reschreiter. Die gleiche Stiege kann man für ganz
unterschiedliche Neigungen verwenden, sie kann wie ein Ikea-Möbel in Einzelteilen
transportiert und vor Ort zusammengebaut und wieder zerlegt werden.
Gebaut wurde diese Stiege laut Analyse des Holzes um 1344 v. Chr., und sie
war mehr als ein Jahrhundert in Betrieb. Auch Teile anderer Stiegen zum
Ausgleich von Höhenunterschieden wurden tief im Berg gefunden.
Die Stiege weist auch die Zeichen einer Katastrophe auf, die den
bronzezeitlichen Bergbau mit einem Schlag beendete. Um das Jahr 1200 v. Chr.
verschüttete ein massiver Einbruch von Schotter, Lehm und Baumresten die
Stollen. Entweder brachte ein Murenabgang die oberste Decke zum Einsturz, oder
die Bergleute stießen selbst an die Oberfläche und lösten damit eine Lawine aus,
die kaskadenartig von einer Ebene in die nächste stürzte. Geologen der
Universität Erlangen-Nürnberg sind überzeugt, dass dieser Prozess über Wochen
oder gar Monate vor sich ging und deshalb niemand zu Schaden kam.
Obwohl der Salzabbau wohl gleich weiterging, lässt sich erst um das Jahr 900
v. Chr. wieder ein Bergbau nachweisen. Dieser nutzte weniger
Spezialkonstruktionen, dafür aber ein ausgeklügeltes, sparsames
Ressourcensystem, bei dem viele gebrauchte Materialien zum Einsatz kamen.
Sechs bis acht Wochen ist Reschreiters Team jedes Jahr in Hallstatt vor Ort,
um unter schwierigsten Bedingungen zu bohren und zu graben. Das Budget von
25.000 Euro im Jahr stammt überwiegend von den Salinen Austria, der kleinere
Teil vom Naturhistorischen. Die Salzwelten bieten in der Saison jeden Freitag
archäologische Führungen für Besucher.
Reschreiters größte Sorge ist, dass der Zugang zu Stollen, an denen früher
gegraben wurde, verlorengeht, weil sie aus Geldmangel nicht erhalten werden.
15.000 bis 20.000 Euro im Jahr würde er von Sponsoren benötigen, damit
einzigartige Relikte einer uralten europäischen Industriekultur nicht auf ewig
im Berg verschwinden. (DER STANDARD, Printausgabe, 05.10.2011)
Quelle: http://derstandard.at/1317019268250/Salz-und-Speck-aus-der-Urzeitindustrie
Weniger Salz im Essen wirkt sich kaum auf Gesundheit aus
Eine mäßige Reduktion des Kochsalzkonsums verlängert nicht das Leben und schützt auch nicht vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dies ergab ein Review, das in der aktuellen Ausgabe der «Cochrane Library» veröffentlicht wurde. Ein hoher Salzkonsum gilt als Risikofaktor für Bluthochdruck und damit für Herzerkrankungen.
Um zu testen, ob eine Reduktion der Salzaufnahme das Leben verlängert, führten Professor Dr. Rod Taylor und seine Kollegen von der University of Exeter eine systemische Literaturanalyse durch. Insgesamt sieben Studien mit fast 6500 Probanden flossen in die Metaanalyse ein, davon drei mit normotensiven Personen, zwei mit Bluthochdruck-Patienten, eine mit normotensiven und hypertensiven Probanden sowie eine mit Herzinsuffizienten.
Durch intensive Betreuung konnten die Studienteilnehmer ihre Salzaufnahme im Schnitt geringfügig um 27 bis 39 mmol/24 h senken. Nach mehr als sechs Monaten führte dies zu einer Reduktion des Blutdrucks um 1 bis 4 mmHg. Auf die Mortalität und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hatte dies kaum Einfluss. Das relative Risiko für Tod durch alle Ursachen lag für die normotensiven Probanden bei 0,9 in der Salzrestriktionsgruppe im Vergleich zur Kontrolle, für die Hypertensiven bei 0,96. Für die Herz-Kreislauf-Mortalität lag das relative Risiko bei 0,71 für die normotesiven Probanden und bei 0,84 für die Bluthochdruck-Patienten. Bei den Herzinsuffizienz-Patienten erhöhte die Salzrestriktion die Gesamtmortalität sogar um das 2,6-Fache.
Experten bemängeln die geringe Aussagekraft der Metaanalyse: Die Probandenzahl sei zu gering, die Studienpopulation zu heterogen und die erzielte Salzreduktion zu gering. Taylor selbst gibt in der Publikation an, dass Daten von 18 000 Probanden nötig seien, um Gesundheitseffekte nachweisen zu können. Die Forscher fordern große, über einen langen Zeitraum angelegte Interventions-Studien, um die Wirkung von Salzrestriktion auf die Gesundheit abschließend zu klären. (ch)
Quelle: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=38514
Nährwert-Infos auf Lebensmitteln ab 2014 Pflicht
Straßburg - Das Europaparlament hat sich auf neue Regeln zur Lebensmittelkennzeichnung geeinigt: In Zukunft sind Angaben über Inhaltsstoffe wie Salz, Fett und Zucker auf den Verpackungen Pflicht.
Verbraucher in der EU sollen so besser über die Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln informiert werden, um gesündere Entscheidungen treffen zu können. Aber auch die Lebensmittelindustrie soll davon profitieren. Mehr als 80 Prozent des europäischen Nahrungsmittelsektors sind kleine und mittlere Unternehmen, für die mehr Rechtssicherheit und weniger Bürokratie besonders wichtig sind.
Nach den neuen Bestimmungen müssen in ganz Europa Kalorien und die wichtigsten Nährstoffe - Salz, Zucker, Kohlehydrate, Eiweiß, Fett und gesättigte Fettsäuren - in Tabellen auf der Verpackung pro 100 Gramm angegeben werden.
Quelle: http://www.agrarheute.com/lebensmittelkennzeichnung
Eine Metastudie fand keinen Zusammenhang zwischen Salzkonsum und Herztod. Allerdings stützt sich der Befund auf eine relativ kleine Zahl von Probanden. Damit ist die nächste Runde im „Krieg ums Salz“ eröffnet.
Salz ist das „weiße Gold“, ohne es können wir nicht leben – keine Muskelbewegung ohne Salz, kein Nervensignal ohne es –, mit dem Stillen dieses Bedarfs sind viele reich und mächtig geworden. Salz ist aber auch das „weiße Gift“, um es wurden (vermutlich schon die ersten) Kriege geführt, Herrscher pressten mit Salzsteuern ihre Völker aus und zogen sich damit Revolutionen auf den Hals, blutig in Frankreich, gewaltfrei in Indien, Gandhi brachte des Salzes wegen das britische Empire ins Wanken.
Aber ist Salz – schlichtes Kochsalz: Natriumchlorid (NaCl) – auch ganz unmetaphorisch das „weiße Gift“, tötet es, wenn man zu viel davon genießt, bringt es Gefäßkrankheiten mit Herz- und Hirnschlag im Gefolge? Es läge nahe: Salz hält Flüssigkeit im Körper, das erhöht den Blutdruck, der ruiniert Gefäßwände. Soweit die Logik, deren Missachtung allein in den USA 100.000 Tote im Jahr kosten soll, weil dort, wie in vielen anderen Ländern auch, doppelt so viel Salz in den Körper geht, wie der erträgt: zehn Gramm pro Tag (oft versteckt in Fertiggerichten und Knabbereien). Die Weltgesundheitsorganisation WHO will herab auf fünf Gramm, eine Reduktionskampagne folgt der anderen, in New York etwa soll der Konsum um 20 Prozent über fünf Jahre zurückgefahren werden.
„Kein Effekt auf Sterblichkeit“
Aber vielleicht hätte das nicht die erhoffte Wirkung, vielleicht wird die Logik von der Empirie nicht gedeckt: Rod Taylor (University of Exeter) hat aus 2600 publizierten Studien über den Zusammenhang von Salzkonsum und Herzkrankheiten sieben ausgewählt – in ihnen wurden 6250 Patienten oft jahrelang beobachtet – und in einer Metaanalyse ausgewertet: Er fand zwar eine geringe Senkung des Blutdrucks durch reduzierten Salzkonsum, aber „keine starke Evidenz für irgendeinen Effekt auf die Sterblichkeit an Herzkrankheiten“, weder bei normalem noch bei hohem Blutdruck, eine der Studien zeigte gar ein erhöhtes Risiko (American Journal of Hypertension, 5.7.).
Damit ist die nächste Runde im „Krieg ums Salz“ eröffnet. So nannte Science-Journalist Garry Taubes 1998, was in den 1940er-Jahren begann. Damals ersann ein US-Arzt eine salzarme Diät, mit der er Blutdruck senken konnte. In den 1970ern kam das Gegenstück: Viel Salz erhöhe den Blutdruck, Versuche an Ratten und „ökologische Studien“ an Menschen hatten es gezeigt. Aber den Ratten hate man absurde Mengen verabreicht – entsprechend einem Pfund pro Tag bei Menschen –, und bei „ökologischen Studien“ vergleicht man ethnische Gruppen mit – nicht nur im Salzkonsum – ganz unterschiedlichen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten.
Das brachte Zweifel an der Salzgefahr, Studie um Studie wurde ins Gefecht geworfen. „Wenn es je eine Kontroverse um die Interpretation wissenschaftlicher Daten gegeben hat“, schloss Taubes, „dann ist es die um Salz.“ So ist es auch diesmal: Die Salzindustrie jubelt, Francesco Capuccio vom Ernährungszentrum der WHO hält Taylors Befund für irrelevant, weil die Zahl der beobachteten Patienten zu gering ist. Taylor konzediert das und fordert umfassendere Studien, langfristige auf dem Level ganzer Populationen. Bis die da sind, hält man sich, vor allem bei Bluthochdruck, am besten an den Volksmund: „Beim Öl ein Verschwender, beim Essig ein Geizhals, beim Salz ein Weiser!“
Salz und Suchtgifte wirken gleich
Aber kann man weise sein beim Salz? Oder überrennt das Verlangen danach den Willen? Das Bedürfnis ist alt, Säugetiere haben es seit mindestens 100 Millionen Jahren, Salzlecken ist zum Instinkt geworden. Und das Gehirn reagiert extrem rasch darauf: Das Belohnungszentrum wird aktiv – und das Lecken eingestellt –, noch bevor das Salz aus dem Darm in den restlichen Körper gelangt ist. Das hat vermutlich den Sinn, dass Tiere nicht zu lange an Salzquellen verweilen (und leichte Beute für Räuber werden).
Dieser alte Mechanismus wurde viel später von anderen Stoffen okkupiert: Wolfgang Liedtke (Duke University) hat an Mäusen analysiert, welche Gene im Gehirn aktiviert werden, wenn Salz fehlt. Er ist im Hypothalamus fündig geworden, und „überraschenderweise“ bei Genen – für Dopamin etwa –, die man aus anderen Zusammenhängen kennt. Sie werden aktiviert, wenn Süchtigen ihre Gifte fehlen: Opiate und Kokain. Und wenn man sie blockiert, kann man, wieder an Mäusen, den Salzhunger abstellen (Pnas, 11.7.).
Seit 100 Millionen Jahren haben Säugetiere Bedarf nach Salz – Natriumchlorid, NaCl –, der Mensch stillt den seinen seit Jahrtausenden aus den gleichen Quellen: Man lässt Meerwasser verdunsten oder kocht es aus; man gräbt Steinsalz aus den Bergen oder spült es heraus. Wem beide Quellen fehlen, der behilft sich mit Tieren – die Massai zapfen ihren Rindern salzhaltiges Blut ab – oder Pflanzen, die Maya verbrannten salzhaltige Bäume.
„Salzig“ ist eine der fünf Geschmacksrichtungen, die wir wahrnehmen können, die anderen sind „süß“, „sauer“, „bitter“ und „umami“.Wie wir diese wahrnehmen, ist geklärt, beim Salz weiß man es noch nicht.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.07.2011)
Quelle: http://diepresse.com/home/science/677112/Ernaehrung_Neue-Runde-im-Krieg-...
Ungarn verabschiedet «Hamburger-Steuer»
Zuviel Zucker, Salz, Koffein oder Kohlenhydrate? Diese sündigen Lebensmittel werden in Ungarn künftig mit einer sogenannten «Hamburger-Steuer» belegt. Mit grosser Mehrheit hat das Parlament in Budapest eine Steuererhöhung für «ungesunde» Lebensmittel verabschiedet.
Ab September müssen Konsumenten dann für beispielsweise einen Liter Cola fünf Forint (zwei Rappen) mehr zahlen, 250 Forint (1,13 Franken) für einen Liter sogenannter Energy-Drinks. Bei Kuchen und Biskuits schlägt die Steuer mit 100 bis 200 Forint (0,45 bis 0,9 Franken) zu Buche.
"Studien haben gezeigt, dass in den vergangenen Jahren es in Ungarn einen Anstieg von Gesundheitsbeschwerden gab, die mit dem übermässigen Konsum von Fett und Salz zusammenhängen», sagte Wirtschaftsminister Gyorgy Matolcsy.
Die neue Steuer soll aber nicht nur die Konsumenten von ungesunden Lebensmitteln abhalten, sondern auch die Staatskassen füllen.
Quelle: http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/07/12/Vermischtes/Un...
Saline Hall: Zeitzeugen erinnern sich
Seit 1967 ist der Salzabbau, der Hall einst zu einer der reichsten Städte Tirols gemacht hatte, Geschichte. Im Rahmen eines wissenschaftlichen Projekts des Haller Stadtmuseums wurden die Erinnerungen der Salinenbediensteten gesammelt. Die letzten, die den Salzsee sahen
Um die 55 Jahre alt sind jene Haller heute, die mit der letzten Volksschulklasse 1966 in den Haller Salzberg einfahren durften und dabei auch den legendären Salzsee sehen konnten. Seit 1967 ist der Bergbau geschlossen. Auch von der Saline sind nur mehr wenige Gebäude übriggeblieben.
Erinnerungen sichern und verarbeiten
Das wissenschaftliche Projekt des Stadtmuseums Hall sichert nun alle Erinnerungen, Erlebnisse, Geschichten und Erfahrungen der letzen Generation von Salinenbediensteten. Da ging es weniger um historische Fakten, sondern um die subjektiven Erfahrungen, etwa die Erinnerungen der Ehefrauen und Kinder an den Familienalltag in einer Bergarbeiterfamilie oder eines Salinenbediensteten.
Quelle:
http://tirol.orf.at/stories/522739/
Kennzeichnung der Lebensmittel soll vereinheitlicht werden
Ein "Nährwertkästchen" muss gut lesbar auf der Vorderseite angebracht werden
Der Gesetzgebungsmarathon der EU, von EU-Parlamentariern gern als Pingpong bezeichnet, geht in Sachen Lebensmittelkennzeichnung zu Ende: Bis auf wenige Details stehen die gemeinsamen Regeln fest. Bis zum Herbst, spätestens zum Jahresende dürften die Regeln im Amtsblatt der EU veröffentlicht sein, so die EU-Abgeordnete Parlamentsberichterstatterin Renate Sommer, eine Christdemokratin.
Damit geht eine gut dreijährige Arbeit zu Ende, von der Sommer anlässlich eines Seminars über "Food labelling" vor Journalisten sagte, es habe "riesiges Lobbying von Seiten des Lebensmittelsektors" gegeben. Vor der 2. parlamentarischen Lesung seien die Versuche zur Einflussnahme "richtiggehend unverschämt" geworden.
Laut Glenis Willmott, einer britischen EU-Abgeordneten, wurde vor allem von Seiten der Tiefkühl- und Fertigwarenhersteller Druck ausgeübt. Allerdings, so Sommer, "man muss sich alle Seiten anhören, um sich ein Bild über die Anforderungen machen zu können".
Verbraucher werden also in Zukunft schon auf der Vorderseite eines Produkts über die wichtigsten Lebensmittel-Kennzahlen aufgeklärt werden: Energie in kJ und Kcal. Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlehydrate, Zucker, Eiweiß und Salz in Gramm, und zwar jeweils bezogen auf 100 Gramm bzw. 100 Milliliter. Diese wichtigsten Angaben, die als "Nährwertkästchen" bezeichnet werden, müssen in einer entsprechenden Schriftgröße und vor gut lesbarem Hintergrund angebracht werden.
Lebensmittelimitate wie Analogkäse (ohne Milch) oder Schummelschinken (Wasser, Gelatine und wenig Fleisch) müssen durch Angabe der Ersatzzutat auf der Verpackung klar identifiziert werden können. Allergene sollen auf den ersten Blick zu erkennen sein. Außerdem wird es zu umfangreichen Herkunftsbezeichnungen für Frischfleisch kommen, auch bei Fertiggerichten. Derzeit gibt es lediglich eine Herkunftsbenennung bei Rindfleisch.
Ampel kommt nicht
Die sogenannte "Ampel-Kennzeichnung" (mit drei Signalfarben wird schnell signalisiert, ob ein Lebensmittel gesund ist oder nicht), wird in der EU bekanntlich nicht eingeführt. Da sie aber in Großbritannien recht erfolgreich ist, wird ihr von britischen EU-Abgeordneten nachgetrauert. Der Konservative Struan Stevenson verwies auf den erzieherischen Effekt von Ampel-Lösungen. Er kenne einen großen Chips-Hersteller, der den Salz- und Fettgehalt seiner Ware zurückgenommen habe, um von der ungünstigen Farbe rot wegzukommen.
In Österreich wird die EU-Regelung größere gesetzliche Umbauarbeiten nach sich ziehen. Derzeit gibt es nämlich keine Regelung für staatliche Gütezeichen, da die Gütezeichenverordnung zum Jahreswechsel ausgelaufen ist. Im Gegensatz zu Gütesiegel, die private Initiativen regeln, gibt es also keine gesetzliche Grundlage für wichtige Bezeichnungen wie dem AMA-Gütezeichen. Im Regierungsprogramm ist allerdings vorgesehen, die gesetzliche Lage für Gütezeichen auf eine neue, moderne Basis zu stellen. Die ausgelaufene Gütezeichenverordnung stammte nämlich aus der Zeit des Nationalsozialismus, aus 1942. (Johanna Ruzicka aus Brüssel/DER STANDARD, Printausgabe, 25./26. Juni 2011)
Quelle: http://derstandard.at/1308679632719/Europaweit-Kennzeichnung-der-Lebensm...
Warnung vor ungemahlenem Karpaten-Salz
Laut Lebensmitteluntersuchungsanstalt besteht bei dem Produkt "Karpaten Kristallsalz Granulat" die Gefahr, sich im Mundraum zu verletzen, wenn das Salz nicht in einer Salzmühle zerkleinert wird. Gemahlen ist Salz völlig unbedenklich
Betroffen ist konkrekt der Artikel "Karpaten Kristallsalz Granulat 500g und 1000g" mit der Charge-Nummer 24, importiert und vertrieben durch die Pirker GmbH aus Liebenfels (Bezirk St. Veit). Im Salz wurden natürliche mineralische Bestandteile festgestellt (Steinchen), die zu Verletzungen an Zähnen und Rachenraum führen können, wenn das Salz ungemahlen verwendet wird.
Laut Evelin Pirker vom Importeur Tschuderhof wurde beanstandet, dass sich kein Hinweis auf die Verwendung einer Salzmühle auf dem Etikett befindet. Wer solches Salz gekauft hat, soll es mahlen, dann bestehe keinerlei Gefahr, so Pirker. Man könne sich beim ungemahlenen Salz eventuell eine Zahnfüllung beschädigen, sofern man auf eines der Steinchen beiße. Auf Wunsch Rückgabe möglich
Das Salz ist ansonsten gesundheitlich völlig unbedenklich. Die mineralischen Bestandteile seien ein "wertvoller und unvermeidbarer Bestandteil" des Naturproduktes Steinsalz. Gegen Rücksendung des Artikels wurde den Kunden auf Wunsch der vollen Verkaufspreis rückerstattet, teilte das Unternehmen mit.
Quelle: http://kaernten.orf.at/stories/522852/
Das weiße Gold
HALLSTATT/EBENSEE. Saisonstart in der Hallstätter „Salzwelt“: Das Schaubergwerk ist wieder geöffnet. Seit 7000 Jahren wird hier das „weiße Gold“ gewonnen. Wie’s heute funktioniert, erfährt man bei den „Salinen Austria“ in Ebensee.
Auf der kurzen Fahrt mit der Salzbergbahn hinauf zum Hallstätter Schaubergwerk hat man einen Rundblick auf die 1997 zum Weltkulturerbe ernannte Region Hallstatt-Dachstein. Zu Fuß geht es zum Knappenhaus. Die Schutzkleidung übergestreift, dann beginnt die Tour durch den Kaiserin-Christina-Stollen. Daniel Sterling (28) aus Russbach in Salzburg führt die Besucher nach einem „Glück auf!“ ins Schaubergwerk. Er trägt die Knappenmontur: schwarzer Berghabit, an dem 29 Goldknöpfe blinken, dazu die helle Grubenhose. Über zwei hölzerne Bergarbeiterrutschen erreicht man die Unterwelt in 510 Metern Tiefe, steht im Kreis um einen „Altar“, auf dem Salzblöcke glimmen.
Das aus Mergel und Gips bestehende „Haselgebirge“ durchziehen weiße Steinsalzbänder. Auf zwölf Horizonten wird es abgebaut. „Die Vorräte reichen noch mindestens 150 Jahre“, sagt Roberto Kimmel von den „Salinen Austria“.
7000 Jahre alt sind die ersten Spuren der Salzsuche im 1954 Meter hohen Plassen. Das Jagdwild, das am solehaltigen Austrittswasser leckte, hatte die Menschen angeregt, sich ins Innere vorzuwagen. In der Bronzezeit (1400 bis 800 v. Chr.) und der folgenden Eisenzeit schlugen die Männer hier mit ihren Pickeln das Salz heraus, Frauen und Halbwüchsige schafften es in Fellsäcken ins Freie. Kienspäne spendeten Licht, Fellhandschuhe schützten die Hände. Ein gewaltiger Bergsturz um 500 v. Chr. führte das Ende des Salzbergbaus herbei. 300 Jahre später nahmen ihn die Kelten wieder auf. Die Geschichte des Bergbaus veranschaulicht eine Lasershow, die die Felsfassade des unterirdischen Salzsees in mystisches Rot taucht.
In historischer Zeit wurde das salzhaltige Wasser in großen Sudpfannen erhitzt. Das Salz lagerte sich am Boden ab, wurde herausgehoben und getrocknet. Heute kommt zur Gewinnung der Rohsole die moderne Bohrlochsondentechnik zum Einsatz. Dabei wird ein 30 cm großes Bohrloch mit einer Tiefe von bis zu 300 Metern hergestellt. Ins Loch werden zwei Rohrstränge eingebracht. Im äußeren Rohr wird Wasser eingepumpt. Das Salz wird dadurch in der Sonde an der Decke und den Seitenwänden gelöst. Die gesättigte Sole zieht man im inneren Rohr nach oben, die unlöslichen Stoffe bleiben in der Sonde.
Allein in Hallstatt werden pro Jahr indirekt ca. 200.000 Tonnen gewonnen, bei einer Gesamtproduktion von 1,1 Millionen Tonnen Siedesalz. Über eine seit 1595 bestehende, 40 km lange „Pipeline“ wird die Sole in die Saline geleitet.
In Ebensee-Steinkogl ist die Zentrale der „Salinen Austria“ mit ihren drei Bergbaurevieren in Altaussee, Bad Ischl und Hallstatt. „Pro Stunde verarbeiten wir in Ebensee 450 Kubikmeter Rohsole und gewinnen daraus 140 Tonnen Siedesalz“, sagt Verfahrenstechniker Robert Katzlinger. Die Rohsole wird in zwei Teilschritten von Gips und Kalzium befreit, dann in die Verdampfer gepumpt, wo bei 140 Grad das Siedesalz gewonnen wird. Zentrifugen verringern dann die Feuchte des Salzes auf zwei Prozent, eine nachfolgende Trocknung in einer Wirbelschicht auf eine Restfeuchte von unter 0,05 Prozent.
Das getrocknete Siedesalz gelangt dann entweder in die Finalproduktion (zur Veredelung und Abpackung) oder es wird in riesigen Hallen gelagert. Da befinden sich Abzugsrinnen mit Förderbändern zu den Silos, die im Winter bis zu 400 Lkws mit Auftausalz versorgen. In der Finalproduktion wird das Siedesalz in Dosen, Säcke und BigBags abgefüllt und schließlich im Hochregallager mit 11.000 Palettenstellplätzen gelagert. Dieses Lager besteht zur Gänze aus Holz – weil Holz nicht rostet.
Breite Palette: Alles aus Salz
Sechs Produktsegmente machen die gesamte Bandbreite der „Salinen Austria“ aus: das Defrost Auftausalz, das Saltech Gewerbesalz (zur Wasseraufbereitung), das Pharmasalz, das Viehsalz und das Industriesalz( für die Chlorchemie). Dazu kommt hochwertiges Speisesalz – Gustosal und Bad Ischler Salz. Seit Kurzem vertreiben die Salinen auch Meersalze.
4 Fragen an ... Roberto Kimmel
Die Produktpalette der „Salinen Austria“ ist äußerst umfangreich. „Besonders die Speisesalze sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken“, sagt der 50-jährige Leiter der Sparte „Consumer Products“.
OÖN: Die Grillsaison steht vor der Tür. Welche Produkte der Salinen Austria sind jetzt besonders gefragt?
Kimmel: Das Bad Ischler Salz in all seinen Varianten, neben unserem Klassiker, dem Bad Ischler Tafelsalz, ist die Nachfrage nach Grill- und Steaksalz oder 7-Kräuter-Salz besonders hoch.
OÖN: Die Salinen Austria verfügen über eine große Zahl an Markensalzen. Was tun Sie dafür, um die Traditionsmarke „Bad Ischler“ zu erhalten?
Kimmel: Wir haben 2010 eine große Citylight-Kampagne gestartet. Heuer setzen wir den Schwerpunkt im Bereich des Hörfunks. Kommende Woche beginnt eine Radiopromotion mit Gewinnspiel. Infos darüber gibt es unter www.badischler.at.
OÖN: Welche aktuellen Trends sehen Sie in Ihrem Fachbereich, den „Consumer Products“?
Kimmel: Der Trend geht eindeutig in Richtung Spezialprodukte mit erhöhtem Mehrwert und Nutzen für den Konsumenten.
OÖN: Wann wird am meisten Speisesalz verwendet?
Kimmel: Einerseits in der Grillsaison, aber auch zu Weihnachten und Ostern. Weil man Salz ja auch fürs Backwerk benötigt.
Quelle: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,615825
Salzbergwerk Berchtesgaden
Berchtesgaden - Ende April hätte das Salzbergwerk Berchtesgaden eigentlich den Salzabbau einstellen müssen. Der Freistaat Bayern hat den bestehenden Vertrag gekündigt. Hier die Begründung:
Der Freistaat Bayern hat den seit 1927 bestehenden Vertrag über das Verwaltungs- und Ausbeutungsrecht an den staatlichen Reservat-, Gruben- und Konzessionsfeldern mit der Südsalz GmbH ordentlich zum 22. April 2011 gekündigt.
Mit Vertrag vom 23. April 1927 waren die Verwaltungs- und Ausbeutungsrechte auf die Bayerische Berg-, Hütten- und Salzwerke AG übertragen worden. Im Jahre 1991 wurde die BHS AG an die SKW Trostberg verkauft, deren Rechtsnachfolgerin die Evonik Degussa AG ist. Im Jahre 1995 hat die Evonik Degussa den "Bereich Salz" der BHS abgespalten und auf die Südsalz GmbH übertragen. 2008 hat die Evonik Degussa dann das Vertragsverhältnis mit dem Freistaat Bayern beendet. Alle Altbergwerke, bis auf das in Berchtesgaden, sind an den Freistaat Bayern zurückgefallen. Dies ist mit sehr erheblichen unbezifferbaren Sanierungskosten, die Ewigkeitslasten darstellen, verbunden.
Ziel der Kündigung ist es, eine neuen Ausbeutungsvertrag abzuschließen. Vor dem Hintergrund des Rückfalls der übrigen Bergwerke ist beabsichtigt, die Verwaltung der Bergwerke auf eine neue tragfähige Basis zu stellen. Gegenwärtig laufen Gespräche zwischen dem Freistaat Bayern und der Südsalz GmbH über den Abschluss einer Interimsvereinbarung. Das Ergebnis dieser Gespräche bleibt abzuwarten.
Pressemitteilung Bayerisches Finanzminister
Quelle: http://www.rosenheim24.de/bayern/neue-basis-salzbergwerk-ro24-1290285.html
Salzen in Maßen: Wie viel Salz ist gesund für dich?
Seit rund 30 Jahren warnen Ernährungswissenschaftler, dass Salz den Blutdruck in die Höhe treibt und daher Auslöser für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sei. Dabei ist es für unseren Körper unentbehrlich und galt deswegen lange Zeit als universelles Heilmittel, unter anderem für Kopfschmerzen, Atemwegserkrankungen, Rheuma, Verdauungsbeschwerden und Hautkrankheiten. Neue Studien belegen jetzt auch, dass zu wenig Salzkonsum schlecht für die Gesundheit ist. Doch wie viel Salz ist dann gesund?
Im Mittelalter galt Salz als das "weiße Gold": Zu kostbar war es und nur wenige konnten es sich leisten, ihre Speisen damit zu würzen. Heute wissen wir: Zu viel Salz kann ebenso schlecht für die Gesundheit sein wie zu wenig.
Grundsätzlich braucht der Körper rund drei bis fünf Gramm Salz pro Tag. Doch so einfach das auch klingen mag, schwierig wird es spätestens dann, wenn man dies zu messen versucht: In vielen Lebensmitteln, die in den Supermarktregalen stehen, ist nämlich einiges an verstecktem Salz enthalten. Besonders bei der Verarbeitung von Fertiggerichten werden oft große Mengen Salz verwendet – und auch Käse und Wurst können viel Salz enthalten. Auf industriell verarbeitete Lebensmittel solltest du deshalb zu verzichten versuchen – immerhin liegen die acht bis zwölf Gramm, die wir durchschnittlich zu uns nehmen, weit über unserem benötigten Bedarf.
Salzarme Kost kein Muss
Studien aus den 80er- Jahren belegten einheitlich, dass es einen Zusammenhang zwischen gesteigertem Salzkonsum und erhöhtem Blutdruck gibt. Seitdem rieten Ernährungswissenschaftler und Ärzte einhellig zu salzarmer Kost. Doch kommt nun die Trendwende? Immerhin bezweifeln in den letzten Jahren immer mehr Forscher, dass tägliche Salzzufuhr zu Bluthochdruck führe.
Im Gegenteil: Eine salzarme Ernährung könne unter Umständen sogar krank machen. Menschen, die zu wenig Salz zu sich nehmen, hätten sogar eine höhere Gefahr, an Herz- und Gefäßleiden zu sterben, zu wenig Salzkonsum könne in der Schwangerschaft zu Vergiftungen führen. Außer bei Krankheiten wie Leberzirrhose, Bluthochdruck oder eingeschränkter Nierenfunktion gebe es keinen Grund, salzarm zu essen, sagen Wissenschaftler heute.
Salzen in Maßen
Das richtige Maß beim Salzen zu finden ist einfacher, als es klingt. Es kommt beim Salzkonsum darauf an, dass die Balance zwischen Vitaminen, Spurenelementen und anderen Mineralien ausgeglichen ist. Dein Körper benötigt nämlich neben Salz auch andere Mineralien wie beispielsweise Kalium, Magnesium oder Kalzium.
Deinen Salzkonsum kannst du mit simplen Mitteln reduzieren. Die beste Methode ist natürlich, selbst den Kochlöffel zu schwingen. Denn nur wenn du weißt, was bei dir im Kochtopf landet, kannst du auch bestimmen, wie viel Salz du zu dir nimmst. Verzichte dabei aber auch so gut es geht auf Würzmischungen (egal ob flüssig oder fest) und Ketchup. Frische Kräuter, Zwiebeln oder Knoblauch schmecken ohnedies besser, sparen darüber hinaus Salz und sind gesünder. Lass für ein frisch gekochtes Essen also lieber Konserven stehen, denn vor allem in ihnen ist viel verstecktes Salz enthalten.
Quelle: http://www.krone.at/Gesund-Fit/Salzen_in_Massen_Wie_viel_Salz_ist_gesund_fuer_dich-Eine_Prise_in_Ehren-Story-267824
Salzarme Kost kann auch schaden
Zu viel Salz ist ungesund – zu wenig aber auch: Geringe Salzmengen im Urin stehen in Zusammenhang mit höherer Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Probleme.
Zu wenig Salz kann schädlicher für Herz und Kreislauf sein als zu viel. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen belgische Mediziner nach einer Langzeitstudie mit mehr als 3500 Teilnehmern. Anhand der über den Urin ausgeschiedenen Mengen hatten die Forscher den Salzkonsum der Probanden eingeschätzt und dabei festgestellt: Eine unterdurchschnittliche Salzausscheidung stand in Verbindung mit einem erhöhten Todesrisiko durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei einer überdurchschnittlichen Salzausscheidung war dies dagegen nicht der Fall. Gängige Empfehlung ist, mit Salz eher zu sparen, weil das den Blutdruck senkt und damit Problemen mit Herz und Gefäßen entgegenwirken könnte. Dass Salzsparen aber auch tatsächlich vor Todesfällen aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt, kann die Studie nicht bestätigen, die die Mediziner im Fachblatt „JAMA“ vorstellen.
Die Ergebnisse widerlegen nicht, dass es blutdrucksenkende Effekte auf Hochdruckpatienten hat, die Salzmenge in der Ernährung zu reduzieren, schreiben Hauptautorin Katarzyna Stolarz-Skrzypek von der Universität Leuven und Kollegen. Doch die Mediziner beobachteten, dass die Zahl der Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit steigendem Salzgehalt im Urin sank. Katarzyna Stolarz-Skrzypek und Kollegen hatten 3681 Probanden, die zu Beginn der Studie nicht an Herzproblemen litten, über einen Zeitraum von durchschnittlich knapp acht Jahren beobachtet. In der Gruppe mit den niedrigsten Werten zählten sie 50 Todesfälle, in der Gruppe mit mittleren Werten 24 und unter denjenigen mit den höchsten Salzwerten zehn.
Quelle: http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/news/ernaehrung-salzarme-kost-...
Am alten Salinenareal in Ebensee sollen Fachmäkrte errichtet werden
EBENSEE. Eine brachliegende Fläche von 13.500
Quadratmetern mitten in Ebensee soll nun endlich verwertet werden. Das Projekt
birgt wirtschaftliche Chancen für die Salinengemeinde. Aber auch Risiken für das
Ortsbild.
Ein Vorvertrag ist bereits unterzeichnet. Sobald die
Marktgemeinde Ebensee das alte Salinenareal in ein Geschäftsgebiet umwidmet,
wird das Immobilienunternehmen Immotop das Grundstück von den Salinen Austria
übernehmen und vermarkten. „Es gibt bereits einige Fachmarktbetreiber, die ihr
Interesse bekundet haben“, sagt SP-Bürgermeister Herwart Loidl. „Ich bin sehr
optimistisch, dass es zu mehreren Ansiedelungen kommt.“ Momentan leidet die
Marktgemeinde unter einem beträchtlichen Kaufkraftabfluss und könnte von einem
Fachmarktzentrum profitieren. „Uns fehlt zum Beispiel ein Sportartikelhändler“,
so Loidl.
Doch so groß die wirtschaftliche Chance einer
brachliegenden Fläche im Ortszentrum auch ist – es gibt auch Bedenken, dass
Fachmärkte das Ortsbild beeinträchtigen könnten. Auf Antrag der Bürgerliste
(BÜFE) appellierte der Gemeinderat deshalb an Immotop, für eine sensible
Verbauung zu sorgen. „Von der Bundesstraße aus gesehen, ist das Areal eine
Visitenkarte Ebensees“, sagt BÜFE-Sprecher Josef Piontek. Gewünscht wird
außerdem ein Gehweg entlang der Rindbachstraße sowie eine gute Anbindung des
Traundammes für Fußgänger und Radfahrer. Bürgermeister Loidl will die ÖBB auch
dazu bewegen, den Bahnübergang auch für Fußgänger zu adaptieren.
Ob die künftigen Besitzer des Areals auf die Wünsche der
Gemeinde Ebensee eingehen, ist freilich noch offen. Dazu verpflichtet sind sie
nicht. Doch alle Beteiligten sind optimistisch, dass die Verwertung des
Industriegeländes, auf dem bis 1979 Salz produziert wurde, letztlich alle
zufriedenstellen wird. „Wir arbeiten bewusst mit Immotop zusammen, weil wir
wissen, dass diese Firma die nötige Sensibilität mitbringt“, sagt Günther
Herrnhof, Immobilien-Geschäftsführer der Salinen Austria. „Wenn alle an einem
Strang ziehen, wird dieses Gelände künftig eine große Bereicherung für Ebensee
sein.“
Quelle: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/art71,612480
Es gibt kein zertifiziertes Biosalz am Markt!
Neuerdings werden Salz und Mineralwasser als biologische Produkte angepriesen. "die umweltberatung" warnt vor falschen Versprechungen.
Salze sind genauso wie Mineralwasser ein anorganisches Lebensmittel, aber kein landwirtschaftliches Produkt. Darauf sollten Sie besonders bei teuren Angeboten im Internet achten! Produzenten von sogenanntem "Natursalz" werben zwar oft mit dem Begriff "Bio", es handelt sich hierbei aber auf keinen Fall um ein kontrolliertes Bioprodukt. Bei einigen Natursalzen wird auf den Zusatz von sogenannten Rieselhilfen verzichtet. Einigen Salzen sind Kräuter zugesetzt. Wenn diese aus biologischer Landwirtschaft stammen, darf das Produkt als Bio-Kräutersalz bezeichnet werden. Hier gibt das Bio-Siegel Sicherheit.
Wundersalz vom Himalaya?
Wie alle üblichen Speisesalze im Handel besteht auch das Himalaya-Salz zu mindestens 97 % aus Kochsalz. Damit ist der Gehalt an anderen Mineralstoffen in diesem Salz so gering, dass mit den üblichen Verzehrsmengen kein nennenswerter Beitrag zur Bedarfsdeckung von Mineralstoffen und Spurenelementen erreicht wird. Das Himalaya-Salz stammt übrigens nicht, wie zu erwarten wäre, aus dem Himalaya-Gebiet, der Name ist eine reine Handelsbezeichnung.
Jod und Fluor sind nicht gesundheitsschädlich
Salz bietet die Möglichkeit, eine breite Bevölkerungsgruppe mit einer ausreichenden Menge an diesen Mangelnährstoffen zu versorgen. Sowohl Jod als auch Fluorid dürfen nur in gesetzlich festgelegten Mengen zugesetzt werden. Jod ist ein Spurenelement, das für die Funktion der Schilddrüse wichtig ist, in der Nahrung aber nur unzureichend vorkommt. Häufig wird auch Fluorid zugesetzt, das vor Karies schützen soll. Es macht also durchaus Sinn, angereichertes Speisesalz zu verwenden, es sollte allerdings in der Ernährung von Säuglingen nicht bzw. bei Kleinkindern nur sparsam verwendet werden.
Quelle: http://help.orf.at/stories/1681941/
Himalaya-Salz als wettbewerbswidrige Irreführung
Rechtstipp vom 29.04.2011
Falls ein Produkt als „Himalaya-Salz” verkauft wird, obwohl es nicht aus
dieser Region stammt, liegt eine wettbewerbswidrige Irreführung vor. Im
zugrundeliegenden Sachverhalt verkaufte der Beklagte ein Steinsalz unter der
Bezeichnung „Himalaya-Salz”, obwohl dieses Salz in einer 200 km entfernten
Region gefördert wird. Das Oberlandesgericht Köln gab der Klage statt. Nach
Meinung des Gerichts wird durch diese Bezeichnung der Verbraucher über die
Herkunft des Produkts getäuscht. Das Etikett mit einer Abbildung des
Himalaya-Gebirges verstärkt diese Fehlvorstellung. Damit liegt eine
wettbewerbswidrige Irreführung vor. Auch das Oberlandesgericht Hamm hat in einer
Entscheidung vom 24.08.10 (I-4 U 25/10) den Ausdruck „Himalaya-Salz"
als wettbewerbswidrig angesehen. (OLG Köln, Urteil vom 01.10.10 - 6 U
71/10)
Quelle: http://www.anwalt.de/rechtstipps/himalaya-salz-als-wettbewerbswidrige-ir...
Südwestdeutsche Salzwerke mit Rekordergebnis
Heilbronn - Dank des strengen Winters herrscht bei der Südwestdeutschen
Salzwerke AG (SWS) eitel Sonnenschein. Bei seiner letzten Bilanzpressekonferenz
konnte Vorstandschef Ekkehard Schneider am Freitag in Heilbronn mit
beeindruckenden Zahlen aufwarten: Umsatz, Gewinn und Dividende sind im Jahr 2010
auf Rekordwerte gestiegen. Der Ausblick fiel dagegen zurückhaltend aus. Vor
allem die hohe Nachfrage nach Auftausalz brachte den Salzwerken einen deutlichen
Umsatzschub. 347 Millionen Euro setzte der Konzern 2010 um, das ist ein Plus von
23,1 Prozent. Doch auch die anziehende Konjunktur hat den Heilbronnern geholfen.
"Die Nachfrage nach Industriesalz hat stark angezogen", sagte Schneider.
Den Gewinn hat das Unternehmen, das je knapp zur Hälfte der Stadt Heilbronn
und dem Land Baden-Württemberg gehört, sogar fast verdoppelt. Knapp 36 Millionen
Euro beträgt der Überschuss, im Vorjahr, das Schneider ganz schwäbisch als "auch
nicht so schlecht" bezeichnete, waren es 19 Millionen. Die Eigentümer dürfen
sich somit auf eine üppige Dividende freuen: Der Hauptversammlung am 1. Juli
wird der Vorstand vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 50 Cent pro Aktie
sowie einen Bonus von 25 Cent je Aktie auszuschütten. Das ergibt eine
Gesamtsumme von 7,9 Millionen Euro. Den Löwenanteil zum Umsatz steuert mit 302,7
Millionen Euro weiterhin das Segment Salz bei. Während es beim Auftausalz und
beim Industriesalz extrem gut lief, entwickelte sich das Geschäft mit Speisesalz
"zufriedenstellend". Hier ist die SWS mit der Marke Bad Reichenhaller
Marktführer in Deutschland. "Unser Marktanteil liegt stabil bei 70 Prozent",
sagte Vorstandsmitglied Hans-Joachim Voss.
Sorgen bereiten den Salzwerken die steigenden Energiepreise. Auf nahezu 25
Millionen Euro beziffert der Konzernchef die Energiekosten im vergangenen Jahr.
Obwohl die benötigte Energiemenge nur um vier Prozent gestiegen sei, hätten die
Kosten um 23 Prozent zugelegt.
Auch deshalb fällt der Ausblick des Vorstands zurückhaltend aus. Schneider
erwartet einen Umsatz von unter 300 Millionen Euro, auch der Gewinn werde
"deutlich unter dem des Rekordjahres 2010 liegen".
Recht entspannt sieht der Vorstand den Schadensersatzforderungen von Kunden
entgegen, die gerade vom Regierungspräsidium Stuttgart geprüft werden. Neun
Millionen Euro hat die SWS dafür vorsorglich als Rücklagen gebildet und sieht
sich damit auf der sicheren Seite. Das Gutachten soll bis spätestens Ende Juni
vorliegen.
Quelle: http://www.stimme.de/heilbronn/wirtschaft/art2088,2125662
Wir essen viel zu viel Salz
Auf die Dosis kommt es an – auch beim Salz . Der Stoff, der Speisen das gewisse Etwas gibt, ist lebensnotwendig. Doch zu viel von der Würze schadet Herz und Kreislauf. Brot, Gebäck und Fertigprodukte sind oft reich an Kochsalz – Natriumchlorid.
„Salz in Backwaren zu reduzieren, ist eine wichtige gesundheitspolitische Maßnahme und ein wichtiger Schritt hin zu mehr Gesundheit“, erklärt Gesundheitsminister Alois Stöger bei der Präsentation der Kampagne „Weniger Salz ist g’sünder“ in der Zentrale der Bäckerei „Der Mann“.
Salz in Backwaren soll bis 2015 reduziert werden
Die Kampagne ist eine Initiative des Gesundheitsministeriums und der österreichischen Bäcker. Ziel der Kampagne ist eine Reduktion der Salzzugabe bei Backwaren um 15 Prozent bis zum Jahr 2015. Der Gesundheitsminister begrüßt, dass die Bäcker bereit sind, diesen wichtigen Schritt zu machen.
Da viele Lebensmittel von Haus aus gesalzen sind, ist es für den Einzelnen oft schwierig, den Salzkonsum zu senken . Stöger: „Es geht nicht so sehr um das zusätzliche Salz aus dem Streuer, sondern um das versteckte Salz in Lebensmitteln.“ Ein erstklassiges Lebensmittel noch gesünder zu machen, sei eine gute Aktion, betonte der Minister.
Weniger Salz senkt Risiko für Herzerkrankungen
„Wenn es gelingt, den Salzgehalt abzubauen, tun wir viel für unsere Gesundheit. Denn zu viel Salzkonsum führt zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, so Stöger. „Auch andere Lebensmittelbranchen sind eingeladen, mitzuwirken, dass Menschen zu besseren Nahrungsmitteln kommen“, sagte der Gesundheitsminister. 113 Bäckereibetriebe haben sich vertraglich dazu verpflichtet, den Salzgehalt in ihren Produkten zu reduzieren und täglich werden es mehr. Josef Schrott, der Innungsmeister der Bäcker, Reinhard Kainz, Bundesinnungsgeschäftsführer der Lebensmittelgewerbe, und Hausherr Kurt Mann unterstützen die Initiative.
Quelle: http://www.oe24.at/lifestyle/Wir-essen-viel-zu-viel-Salz/20343045
Panikkäufe von Salz in China
Angesichts der Atomkatastrophe von Fukushima 1 in Japan kaufen viele Chinesen aus Panik vor möglicher radioaktiver Verstrahlung Speisesalz. Sie hoffen, dass sie von dem darin enthaltenen Jod geschützt werden. Allerdings sei die Menge an Jod im Salz zu gering um die Schilddrüse im Fall eines Super-Gaus zu schützen, so das chinesische Radio. Auch Jodtabletten seien in vielen Apotheken ausverkauft.
Die Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 hat in China Panikkäufe von Salz ausgelöst. Im Glauben, sich mit dem darin enthaltenen Jod gegen eine mögliche radioaktive Verstrahlung schützen zu können, kauften viele Chinesen nun verstärkt Speisesalz, wie Mitarbeiter in Supermärkten und Medien am Donnerstag berichteten. Eine Angestellte der französischen Supermarktkette Carrefour in Shanghai sagte, schon am frühen Morgen sei Salz ausverkauft gewesen. Binnen einer halber Stunde nach Öffnung des Geschäftes habe es keines mehr gegeben.
Eine Mitarbeiterin eines Supermarktes in der südchinesischen Stadt Guangzhou sagte, die Nachfrage nach Salz sei derart gestiegen, dass die Filiale es nun rationiere. „Viele Leute stehen für jodiertes Salz an, wir müssen das kontrollieren. Jeder Kunde darf nur zwei Packungen kaufen.“ Als Maßnahme gegen Jodmangel enthält Speisesalz in China fast immer Jod. Das chinesische Radio berichtete allerdings, die in Jodsalz enthaltene Menge sei zu gering, um die Schilddrüse im Ernstfall zu schützen.
Jod wird in der Schilddrüse eingelagert. Um zu verhindern, dass das Organ das bei einem Super-GAU austretende radioaktive Jod aufnimmt, wird empfohlen, die Schilddrüse im Falle einer Atomkatastrophe durch die Einnahme von Jodtabletten ausreichend mit dem Stoff zu sättigen. Der Zeitung „China Daily“ zufolge waren Jodtabletten in vielen Apotheken bereits ausverkauft.
Quelle: http://www.focus.de/panorama/welt/tsunami-in-japan/china-atomkatastrophe...
In Peking wird das Salz knapp
Peking. In vielen Pekinger Lebensmittelgeschäften wurde am Donnerstag bereits das Salz knapp: Denn aus Angst vor einer radioaktiven Wolke aus dem 2400 Kilometer entfernten japanischen Katastrophen-Atomkraftwerk Fukushima begannen die Hauptstadtbewohner Salzvorräte anzulegen.
„Alle sagen, dass es gut für die Gesundheit sei, deshalb habe ich vorsichtshalber gleich drei Kilogramm geholt, mit Jod, obwohl das teurer ist“, begründete die Angestellte Zhu ihren Hamsterkauf.
Über Radio und Internet versuchten die Behörden, die Bevölkerung zu beruhigen. China sei sicher, und Salz helfe ohnehin nicht, sich vor einer radioaktiven Verseuchung zu schützen, hieß es. Diese „Weisheit“ war vorgestern von unbekannter Quelle per SMS und im Internet verbreitet worden. Der Drang zum Salz zeigt allerdings, dass auch die Chinesen die Angst vor den Folgen einer Nuklearkatastrophe packt. Seit fast einer Woche können sie rund um die Uhr im Fernsehen beobachten, wie sich die Situation in Japan zuspitzt.
Quelle: http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/642748/China_In-Peking-w...
Streusalzvergleich - Keine Mehrkosten für Stadt!
Schmidt: Einigung mit der Salinen AG steht bevor
Die Salinen AG ist gegenüber der Stadt Salzburg vertraglich verpflichtet, auf Anforderung binnen 2 Tagen Salz zu liefern. Aufgrund der witterungsbedingt hohen Nachfrage im gesamten europäischen Raum, konnte die Salinen AG im heurigen Winter jedoch nicht liefern, sodass die Stadt Salzburg bei israelischen und kroatischen Anbietern – allerdings zu einem wesentlich höheren Preis – einkaufen musste.
Dadurch entstanden bis dato Mehrkosten in der Höhe von rund € 90.000. Nach dem im Ressort von Bürgermeister-Stv. Harry Preuner ausverhandelten Vergleich, stellt die Salinen AG eine Gratis-Naturallieferung von rund 800 Tonnen Salz an die Stadt Salzburg in Aussicht. „Damit wären die entstandenen Mehrkosten abgedeckt.“, so eine zufriedene Baustadträtin Claudia Schmidt.
„Es freut uns, dass wir mit dem in Aussicht stehenden Vergleich, für die Stadt Salzburg und damit letztlich für den Steuerzahler erreichen, dass keine Mehrkosten entstehen. Vor allem aber steht mit der Salinen AG weiterhin ein heimischer Lieferant zur Verfügung, der mit der jetzigen Lösung bewiesen hat, dass er auch in schwierigen Zeiten bereit ist, von seinen Vertragspartnern Schaden abzuwenden.“, so Baustadträtin Claudia Schmidt und Bürgermeister-Stv. Harry Preuner unisono.
Zur Erinnerung:
Bereits im Mai letzten Jahres hatte die Baustadträtin, unter Aktenzahl 06/04/59500/2007/0072010 den ersten Amtsbericht zur Vorratshaltung von Streusalz vorgelegt, welchen der Bürgermeister und Budgetreferent Schaden trotz mehrerer Urgenzen und Besprechungen willkürlich zurückgehalten hatte. Zu diesem Zeitpunkt hätte man völlig unproblematisch – wie jedes Jahr – Salz zum normalen Preis erhalten. Erst im November 2010 - als die Vorräte bereits zur Neige gingen - gab Budgetreferent Schaden die erforderlichen Gelder frei.
Nachdem die Salinen AG zu diesem Zeitpunkt nicht mehr liefern konnte, musste zu diesem Zeitpunkt allerdings teures Salz aus Israel und Kroatien bestellt werden, was zu den nicht unerheblichen Mehrkosten von € 90.000 führte.
„Rückblickend sieht vorausschauende Einkaufspolitik nach meinen Vorstellungen etwas anders aus. Ich hoffe aber, dass der Herr Bürgermeister aus diesen Fehlern gelernt hat und heuer auf die Fachbeamten und mich hört, indem er die Gelder rechtzeitig freigibt.“, so hoffnungsvoll die Baustadträtin.
Quelle:
http://regional.oevp-sbg.at/index.php?id=999&tx_ttnews%5Btt_news%5D=13500&tx_ttnews%5BbackPid%5D=997&cHash=a9d0e16561
Frostschäden auf oberösterreichs Straßen
Die im Winter 2010/11 auf den oberösterreichischen Landesstraßen
entstandenen Frostschäden werden voraussichtlich mit rund 6,2 Mio. Euro zu Buche
schlagen.
Die erwarteten Sanierungskosten für die
Frostschäden auf
Oberösterreichs Straßen liegen damit doppelt so hoch wie in der vorangegangenen
Saison, berichtete der zuständige LH-
Stv. Franz Hiesl
(ÖVP) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Linz. In Summe wurden diesen
Winter bisher etwa 58.000 Tonnen Auftausalz verstreut, die Mitarbeiter leisteten
insgesamt 165.000 Einsatzstunden.
Die kalte Jahreszeit habe dieses Mal "heftigst und sehr früh" begonnen,
erklärte Hiesl. Die Rekordverbrauchstage seien der 1. Dezember mit 2.442 Tonnen,
der 15. Dezember mit 2.105 Tonnen und der 24. Jänner mit 1.544 Tonnen gewesen.
Für die restliche Winterdienstperiode erwartet der LH-
Stv. keinen Engpass, man verfüge noch über eine Salzreserve von rund
20.000 Tonnen. Das Land Oberösterreich werde voraussichtlich
kommende Woche die Salinen ersuchen, die Lieferungen einzustellen.
Die Entscheidung, jeden Sommer 40.000 Tonnen auf Vorrat und günstiger als im
Winter einzukaufen, sei "goldrichtig" gewesen, betonte der LH-
Stv. Er verwies darauf, dass in der Streusaison die Nachbestellung
vollautomatisch erfolge, da die Füllstände der Silos über ein Wiegesystem
erfasst werden. Die doppelt so hohen Sanierungskosten infolge der
Frostschäden seien "kein Drama", so Hiesl. Die
Fahrbahndecken müssten ohnehin alle 20 Jahre erneuert werden. (APA)
Quelle: http://www.salzburg24.at/frostschaeden-in-oberoesterreich-auf-62-mio-euro-verdoppelt/news-20110303-01225916#forum
"Gewürzte" Gemeindestraßen in der Weststeiermark
In Krottendorf-Gaisfeld (Bezirk Voitsberg) kommt das Salz nicht nur in die Suppe, bei Glatteisgefahr werden sogar die Gemeindestraßen ordentlich "gewürzt". Wie es dazu kam, schildert Bürgermeister Johann Feichter: "Wir hatten das Glück, dass wir durch gute Kontakte einen elf Jahre alten Salzsilo günstig ankaufen und uns auf diese Weise 34.000 Euro ersparen konnten."
Nachdem die Neuerwerbung mit Kran und Schwertransport angeliefert und nach Errichtung eines Fundaments beim Bauhof aufgebaut worden war, wurde Streusalz bestellt. Zuvor mussten die Gemeindemitarbeiter nämlich jährlich 50 bis 60 Tonnen Salz - verteilt auf 50 Kilogramm schwere Säcke - schleppen und auf Lkws verladen.
Feichter staunte nicht schlecht, als ein Silotransporter mit 25 Tonnen Speisesalz vor den Amtsstuben stand. "Es handelte sich um keinen Irrtum und auch nicht um einen Faschingsscherz. Die Speisewürze sollte nach Slowenien geliefert werden, der Lenker durfte aber wegen Überladung nicht einreisen." Um eine Rücklieferung zu vermeiden, wurden die Krottendorfer mit der Salzladung beglückt. "Deshalb werden wir heuer unsere Gemeindestraßen mit Speisesalz ,würzen'. Und sollte jemanden im Haushalt das Salz ausgehen, helfen wir gern aus", schmunzelt Feichter, der nur eines fürchtet: Zum Thema der Ligister Faschingsnarren zu werden. Nachteile für die Autofahrer bestehen nicht: "Speisesalz ist reiner, vom Staub befreit und normalerweise auch teurer. Auf den Straßen hat es die gleiche Wirkung wie Streusalz", bestätigt der Voitsberger Straßenmeister Josef Brettenthaler.
Quelle:
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/voitsberg/krottendorf_gaisfeld/2636295/gewuerzte-gemeindestrassen-weststeiermark.story
Tonnenweise Salz in Salzburg eingetroffen
Am Dienstag war es soweit. Die erste Lieferung Streusalz aus Israel befindet sich bereits in Salzburg. Lkws am Container Terminal Salzburg (CTS) sind bereits verladen, die Auslieferung kann also beginnen.
Entgegen anders lautenden Informationen wird sich die Auslieferung des heiß begehrten Streusalzes nicht um einige Tage verzögern. Dass die für den zweiten Jänner erwartete Lieferung, heute am vierten Jänner eintrifft, lag unter anderem an technischen Problemen der ÖBB. Dennoch kann der Beschaffungsvorgang der Salzvertrieb GmbH als logistisch starke Leistung betrachtet werden, da die Bestellung erst kurz vor den Weihnachtsfeiertagen einging. In diesem kurzen Zeitfenster zwischen den Feiertagen, inklusive einem Hafenarbeiterstreik in Haifa und den bereits erwähnten technischen Problemen bei der ÖBB, konnte die Salzvertrieb GmbH den Transport erfolgreich auf Schiene bringen und in kürzester Zeit hochwertigstes Streusalz bereitstellen.
Dabei sollte auch nicht übersehen werden, dass derzeit in ganz Europa eine enorme Nachfrage nach Auftaumitteln besteht und damit bereits der Einkauf keine leichte Sache ist. Die Sicherung großer Mengen Auftausalz, konnte jedoch sichergestellt werden.
Quelle: http://www.salzburg24.at/tonnenweise-salz-in-salzburg-eingetroffen/news-...
Mit zweitägiger Verspätung traf am Dienstag das Streusalz aus Israel in Salzburg ein und wird am Mittwoch an den Bauhof in der Stadt Salzburg ausgeliefert.
(SN). Verantwortlich für die Verspätung waren technische Probleme bei den ÖBB, heißt es vonseiten der Salzvertrieb GmbH. Insgesamt 500 Tonnen Streusalz mussten im Dezember zu einem Preis von 214 Euro pro Tonne bestellt werden, da die Salinen Austria nicht liefern konnten.
Quelle: http://www.salzburg.com/online/salzburg/stadt+salzburg/Das-Salz-aus-Isra...
Streusalz aus Israel kommt verspätet an
Am Dienstag traf die 500-Tonnen-Streusalz-Lieferung aus Israel verspätet, aber doch in der Stadt Salzburg ein. Um 100.000 Euro werden so die Salzdepots des städtischen Winterdiensts wieder aufgefüllt.
Fünffacher Verbrauch durch harten Winter
Nach Hafenstreiks in Isreal und Bahnproblemen an der italienisch-österreichischen Grenze traf das israelische Streusalz für nun doch noch am Dienstag in Salzburg ein - letzlich einen Tag früher als befürchtet.
Durch den heftigen Wintereinbruch im Dezember mussten in der Stadt Salzburg rund 80 Tonnen Streusalz am Tag gestreut werden - fünf Mal soviel wie an herkömmlichen Wintertagen, heißt es im Büro von Baustadträtin Claudia Schmidt (ÖVP).
Doppelten Normalpreis gezahlt
So lagerten nur noch knappe 250 Tonnen Salz in der Stadt Salzburg - viel zu wenig für Ende Dezember. Und Nachschub aus Europa war durch die große Nachfrage vom ganzen Kontinent nicht in Sicht.
Die 500-Tonnen-Meersalz aus Israel kosten rund 100.000 Euro, das Doppelte des Normaloreises. Einzig die Israelis konnten Streusalz liefern, die Salinen Austria hatten nichts mehr auf Lager.
Quelle: http://salzburg.orf.at/stories/491207/
Geschichte der Salinenmusikkapelle Altaussee
Im Jahre 1852 begann der damalige Bergmeister Ignaz Steiner die Musikanten der Knappschaft des Salzberges zu einer Musikkapelle zu vereinen. Unter der Stabführung des Oberlehrers Josef Streicher und des Bergarbeiters Augustin Pürcher wurde die 36 Mann starke “k.u.k. Bergmusikkapelle Altaussee” gegründet. Durch freiwillige Arbeitsschichten wurde die Anschaffung von Uniformen im Stile der überlieferten Bergmannstracht ermöglicht. Bereits auf dem ältesten Bild der Musikkapelle aus dem Jahre 1863 sind die Musiker im schwarzen Bergmannskittel mit Kalpak und Federbusch zu sehen. Das Fest der Musikpatronin, der Hl. Cäcilia, gab Anlass zum ersten öffentlichen Auftritt im November 1852.
In der Chronik können wir seit dem Jahr 1920 über 3420 musikalische Ausrückungen nachlesen. 1050 Konzerte, 1200 Begräbnisse und 5100 Proben zeigen auf beeindruckende Weise den Einsatz der Musikerinnen und Musiker für die Öffentlichkeit.
1961 erhielt die Salinenmusikkapelle mit dem Umbau des Salinengebäudes Altaussee Nr. 156 eine eigene Heimstätte. Die Zahl von teilweise mehr als 140 Ausrückungen (samt Proben) pro Jahr zeigt auf, dass die Musikanten öfter als jeden dritten Tag Anteil an Freud und Leid ihrer Heimatgemeinde nehmen.
Eine neue musikalische Herausforderung entstand in den letzten Jahren durch das Zusammentreffen mit dem Chefdirigenten des Griechischen Staatsorchesters Karolos Trikolidis, der heute Mitglied der Kapelle ist. Unter seiner Leitung wurden zahlreiche Konzerte gegeben.
Die Werkskapelle des Salzbergbaues sieht eine wichtige Aufgabe darin, die Interessen der Österreichischen Salinen AG zu vertreten und so ein kultureller Botschafter des Unternehmens zu sein. Das Weiterleben der Bergmannstradition sehen die Musiker als ihre Pflicht. Noch nie hatte die Salinenmusik so viele Mitglieder wie heute, noch nie war so viel Jugend in der Kapelle. Alte und Junge musizieren gemeinsam, die Musik schlägt hier Brücken zwischen den Generationen.
Qelle: http://www.arf.at/ausseer_regionalfernsehen/pages/tagesthemen.php http://www.arf.at/wordpress/?p=15861
Keine Engpässe beim Streusalz
Der strenge Winter hat den Verbrauch an Streusalz in den vergangenen Wochen in die Höhe geschraubt. Das Land verfüge aber noch über genügend Reserven, versichert Landesrat Franz Hiesl (ÖVP.) Für die laufende Wintersaison stehen 75.000 Tonnen Streusalz bereit.
Von den 40.000 Tonnen Streusalz, mit denen die Straßenmeistereien in den Winter gegangen waren, seien inzwischen 32.000 Tonnen verbraucht worden, sagte Hiesl im Interview mit dem ORF Oberösterreich: "Aber wir haben natürlich laufend nachgeliefert bekommen und haben noch 28.000 Tonnen auf Lager."
Bis Ende Jänner sollen von der Saline noch 35.000 Tonnen geliefert, sagte Hiesl und gibt sich in Sachen Streusalzversorgung gelassen. Den höchsten Salzverbrauch bisher habe es im Winter 2005/2006 mit 66.000 verbrauchten Tonnen gegeben.
Für die laufende Wintersaison stehen laut Hiesl 75.000 Tonnen Streusalz bereit: "Da hätte ich das Gefühl, dass es sich ausgehen müsste."
Sollten "alle Stricke reißen", gebe es aber auch Notfallpläne, außerdem werde mit dem Salz gespart, "weil das Salz ja auch Schäden bereitet und weil nur die notwendigste Menge eingesetzt werden darf", so Hiesl.
Quelle: http://ooe.orf.at/stories/489063/
Saline ausverkauft, aber genügend Vorräte vorhanden
Die Salinen AG sei "restlos ausverkauft", aber Oberösterreich verfüge noch über genügend Salzvorräte. Diese Zwischenbilanz hat Straßenbaureferent Landeshauptmann Franz Hiesl (ÖVP) am Mittwoch in Linz gezogen. Diese Saison seien insgesamt bereits 32.500 Tonnen auf den Straßen des Bundeslandes gestreut worden. Zu Winterbeginn hatte die oberösterreichische Straßenverwaltung rund 40.000 Tonnen Salz eingelagert, laut einem Vertrag mit der Saline sollen bis Winterende noch insgesamt 35.000 Tonnen dazukommen. Ein Teil sei bereits eingetroffen, etwa 20.000 bis 25.000 Tonnen seien noch ausständig. Es werde kontinuierlich nachgeliefert. Dass die Salinen darüber hinaus ausverkauft sind, sehe er gelassen, so Hiesl, die Vorräte seien groß genug. An einem durchschnittlichen Tag werden 500 bis 1.000 Tonnen Salz verbraucht, der Spitzenwert dieser Saison lag bei 2.400 Tonnen. Dennoch hofft Hiesl, dass sich die Niederschläge in den kommenden Wochen in Grenzen halten, der Schnee drücke aufs Budget. Eine Tonne Salz koste inklusive Lagerkosten rund 100 Euro. Wie groß die Zahl an Frostaufbrüchen sei, könne man derzeit noch nicht sagen, so der Straßenbaureferent. Üblicherweise kosten die Reparaturen pro Saison rund vier Millionen Euro. Eine Bilanz gebe es aber erst im Frühling, in der Winterzeit könne man lediglich akut gefährliche Löcher mit Kaltasphalt schließen.http://www.salzburg.com/wiki/index.php/StreusalzSalzburg und Streusalz
Nachdem es in früheren Wintern bereits zu Engpässen mit Streusalz in der Stadt Salzburg ( http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Stadt_Salzburg ) gekommen war, wollte man für den Winter 2010/2011 gut gerüstet sein. Die zuständige Stadträtin Claudia Schmidt ( http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Claudia_Schmidt ) suchte deshalb zeitgerecht beantragt, doch trotz zahlreicher Sitzungen und ohne Budget(Anmerk. Genehmigung) sei die Bestellung erst im Dezember 2010 möglich gewesen (Zitat Quelle SN, 18.12.). Allerdings konnten zu diesem Zeitpunkt die Salinen Austria die gewünschte Menge nicht mehr liefern. Daher war die Stadt Salzburg gezwungen, Streusalz in Israel (!) teurer zu kaufen, was den Steuerzahler nun 50.000 Euro mehr kostete.
Stimmt nicht, konterte Bürgermeister ( http://www.salzburg.com/wiki/index.php/B%C3%BCrgermeister_der_Stadt_Salz... ) Dr. Heinz Schaden ( http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Heinz_Schaden ). Er hätte erst am 13. Dezember 2010 vom Leiter des Bauhofs, Michael Wanner ( http://www.salzburg.com/wiki/index.php?title=Michael_Wanner&action=edit&... ), erfahren, dass Geld für Streusalz benötigt würde und er sofort € 170.000 bewilligte.
Es blieb aber Faktum, dass nun 500 Tonnen Streusalz im Nahen Osten gekauft wurden, wobei der Preis pro Tonne um etwa 104 Euro teurer ist als bei den Salinen Austria. Denn die Salinen Austria konnten die angefragten 850 Tonnen nicht mehr bereitstellen, da die vorhandene Menge durch Kontingentieren bereits anderen Kunden zugesagt war.
Interessantes Detail: In den SN vom 21. Dezember war zu lesen, dass Bauhofleiter Wanner, davon ausgeht, dass der Partner des Magistrats Salzburg, die Salinen Austria, die Mehrkosten zu übernehmen hätten. Es sei schon das dritte Mal, dass die Salinen nicht liefern könnten. Dieser Überlegung pflichtete auch Chefeinkäufer Wilfried Plank ( http://www.salzburg.com/wiki/index.php?title=Wilfried_Plank&action=edit&... ) bei. Der der Steuerzahler keinen Einblick in diese Verträge hat, ist er auf Presseinformationen angewiesen, wie diese Sache ausgehen wird.
400.000 Tonnen Streusalz werden in den Salinen Austria jährlich produziert. Das sind rund 80 Prozent des Bedarfs in ganz Österreich. Ab Juli werden 200.000 Tonnen ausgeliefert. Der Rest auf Abruf, da nicht überall Lager mit ausreichenden Kapazitäten vorhanden sind. In schneestarken Wintern, wie er sich zum Beispiel schon 2010/2011 durch starke, länger anhaltende Schneefälle im Dezember ankündigte, brauchen Städte viel Salz. Beispielsweise Linz verbrauchte bis 18. Dezember 2010 bereits 1.733 Tonnen. Das entspricht der Menge, die in Linz üblicherweise im Verlauf eines Winters benötigt werden. 250 Tonnen blieben Linz noch für den "Restwinter" 2010/2011.
Quelle: http://www.krone.at/Oberoesterreich/Saline_ausverkauft._aber_genuegend_V...
Engpass: Umstellung auf Splittstreuung
Wegen der großen europaweiten Nachfrage wird das Streusalz knapp. Das Land Kärnten hat auf wenig befahrenen Landesstraßen auf Splittstreuung umgestellt.
Engpässe rechtzeitig einkalkuliert
Für Autofahrer bestehe kein Grund zur Sorge, sagte Volker Bidmon, der Leiter der Straßenbauabteilung des Landes Kärnten.
"Wir haben derzeit grundsätzlich genug. Wir haben aber schon begonnen, früh genug auf eventuelle Engpässe Rücksicht zu nehmen. Das heißt, wir haben in den letzten Tagen bei Straßen, die weniger befahren werden, auf Splittstreuung umgestellt. Das sind Straßen, wo der tägliche Verkehr weniger als 500 bis 1.000 Autos beträgt. Was die Salzstreuung betrifft, gehen wir auf das unbedingt notwendige Ausmaß, zurück", sagte Bidmon im Interview mit ORF Kärnten-Redakteur Andreas Kimeswenger.
Nächste Streusalzlieferung Anfang Jänner
Im heurigen Winter wurden in Kärnten bislang zwischen 8.000 und 9.000 Tonnen Streusalz verbraucht. Das entspreche der Menge eines halben Winters.
Vor einem Monat, als es noch nicht so einen Streusalz-Engpass gab, wurden mit einem zusätzlichen Lieferanten Verträge über die Anlieferung von Meersalz geschlossen.
Bidmon: "Ab Mitte Jänner steht uns somit auch jede Menge Meersalz zur Verfügung. Es kommt zwischen 5. und 7. Jänner in Koper an und wird Anfang Jänner verteilt."
Quelle: http://kaernten.orf.at/stories/489203/
Streusalz-Vorrat soll künftig um 300.000 Tonnen erhöht werden
Berlin (dapd). Die deutsche Salzindustrie hat dem Bundesverkehrsministerium zugesagt, die Lagerkapazitäten für Streusalz zu erhöhen und in den nächsten Jahren nochmals um etwa 300.000 Tonnen auszubauen. Das Ministerium zitierte dazu am Donnerstag den Geschäftsführer des Verbands der Kali- und Salzindustrie, Hartmut Behnsen: "Wir arbeiten gemeinsam mit dem Bund für sichere Verhältnisse auf unseren Straßen."
Verkehrs-Staatssekretär Rainer Bomba erklärte demnach, die Lager entlang den Autobahnen seien ausgebaut und die dortigen Mengen erhöht worden. "Dieser Prozess wird noch verstärkt werden", sagte er. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat eine ausreichende Bereitstellung von Streusalz für die Bundesfernstraßen gefordert. Angesprochen wurde auch die Möglichkeit von Salz-Importen aus Übersee.
Quelle: http://www.open-report.de/artikel/Streusalz-Vorrat+soll+k%FCnftig+um+300...
Streusalz in Europa ist knapp
Wien. Der für die Weihnachtsfeiertage angekündigte Schneefall könnte den Engpass bei Streusalz verschärfen. Nach dem wochenlangen Schneefall im Dezember sind die Streusalz-Vorräte europaweit bereits nahezu aufgebraucht. "Wir brauchen den dritten Winter in Folge in ganz Europa viel Salz, daher ergeben sich Lieferengpässe und verzögerte Auslieferungen", sagt Stefan Maix, Vorstandschef der Salinen, die den Großteil des österreichischen Auftausalz-Verbrauchs von rund 330.000 Tonnen abdecken.
Durch den hohen Verbrauch in den vergangenen Wintern haben die Produktions- und Lagerkapazitäten in Europa nicht ausgereicht, um die Lager über den Sommer aufzufüllen. Die Salinen, die zum Teil Hannes Androsch gehören, haben die Produktion zwar "massiv gesteigert", die Kunden haben sich heuer aber sehr früh mit Salz eingedeckt. "Es wurde im Sommer so viel wie noch nie gekauft", sagt Maix.
"Es müsste gelingen, mit dem Salz in den Lagern und unserer monatlichen Produktion über die Runden zu kommen", sagt Maix. Voraussetzung sei jedoch, dass es nicht die nächsten drei Monate durchgehend schneit. Für Dezember und Jänner hat der Salzproduzent die Mengen auf den Durchschnittverbrauch der letzten Jahr kontingentiert. Wenn der Winter so weitergeht wie bisher, könne die Sperre von zweitrangigen Straßen zum Thema werden, warnt Maix.
Den Bedarf an Salz mit Importen abzudecken ist in diesem Jahr fast unmöglich: "Weder Deutschland, die Schweiz noch Frankreich können anderen Ländern aushelfen, weil alle Lager leer sind", so Maix. Auch in Ägypten und Tunesien gehen die Vorräte zur Neige.
Salzburg importiert wegen Salzmangels zum Beispiel teures Salz aus Israel und muss dafür mehr als doppelt so viel bezahlen als die rund 100 Euro pro Tonne, die die Salinen verlangen. Zudem dauert die Lieferung aus dem Nahen Osten mehrere Wochen.
Trotz der hohen Nachfrage haben die Salinen die Preise nicht erhöht, sagt Maix – diese seien vertraglich vereinbart. "Wir haben außerdem verzichtet, nach Deutschland zu liefern, obwohl wir dort den dreifachen Preis erzielt hätten."
Auch Linz hat bei den Salinen bestellt. In den ersten drei Dezemberwochen wurden jedoch schon drei Viertel der Gesamtmenge des vergangenen Winters verbraucht. "Wir schauen uns als Absicherung um zusätzliche Lieferungen von Zwischenhändlern um", sagt der Linzer Vizebürgermeister Klaus Luger. Anfragen in Deutschland seien aber sinnlos – deshalb versuche man es in Osteuropa.
"Beim Preis setzen wir aber Grenzen, weil es ja um Steuergeld geht", sagt Luger. Als Alternative zu Salz könne Streusplitt eingesetzt werden. Dabei ist aber die mögliche Eisbildung und die Staubbelastung ein großes Problem. Doch auch Salz ist umstritten, weil es dem Boden Wasser entzieht und Pflanzen verdursten können. Daher darf in Wien grundsätzlich im Umkreis von zehn Metern um Bäume oder Grasflächen kein Salz gestreut werden.
Indes scheint der Wiener Salzvorrat gesichert: "Bei uns gibt es keine Lieferengpässe", sagt Monika Unterholzner vom Hafen Wien, wo das Streusalz für die MA 48 sowie für Salzhändler eingelagert wird. Von den 30.000 Tonnen Lagerkapazität seien derzeit etwa 10.000 Tonnen vorrätig, so Günter Liebl, Lagerleiter des Hafens Wien, der zur Wien Holding gehört. "Wir haben noch genug Salz, es sollte keine Probleme geben."
Auch die Asfinag beruhigt: "Es braucht sich niemand um den Jahreswechsel Sorgen machen", sagt Volker Höferl von der Asfinag. Man habe Verträge mit den Salinen in Ost- sowie mit der bayrischen Südsalz für West-Österreich. Demnächst wird die Asfinag aber zusätzliches Salz vom Hafen Wien beziehen. Höferl: "Wir müssen uns rechtzeitig wappnen, denn wir wissen nicht, wie streng der Winter noch wird."
Quelle: http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?tabID=3941&alias=wzo&cob...
Strenger Winter lässt die Salzlager schmelzen
Die Salinen Austria können die Versorgung mit Streusalz nur mehr bis Ende Jänner garantieren, sollte der Winter so streng bleiben und es weiter schneien. Die Lieferungen an Großkunden wurden teilweise beschränkt.
Ebensee/Wien. 235.000 Tonnen Streusalz haben die Salinen Austria in diesem Winter schon verkauft – in einem „normalen“ Winter werden in der ganzen Saison rund 350.000 Tonnen Salz abgesetzt. Außerdem gingen schon 60.000 Tonnen Auftausalz in Säcken über den Ladentisch – durchschnittlich werden in Summe in einem Jahr nur 50.000 Tonnen Salzsäcke abgesetzt. ( http://squid.diepresse.com/RealMedia/ads/click_lx.ads/diepresse.com/wirt... )Rosige Zeiten also für die Salinen Austria, wenn Väterchen Frost ganz Europa im eisigen Griff hat? Keineswegs. „Wir können die Produktion nicht schlagartig erhöhen, weil wir die Soleversorgung nicht so rasch steigern können“, sagt Salinen-Vorstand Stefan Maix zur „Presse“. Deshalb würden trotz hoher Nachfrage die Gewinne etwa auf dem Vorjahresniveau von 6,4 Mio. Euro stagnieren.
Die Salinen hätten die Produktion in den vergangenen Jahren ohnedies kräftig hochgefahren. 1,1 Mio. Tonnen Salz wird das Unternehmen, das zu je 41,25 Prozent dem Industriellen Hannes Androsch und der Raiffeisenlandesbank OÖ und zu zehn Prozent der Mitarbeiterstiftung gehört, im laufenden Geschäftsjahr 2010/11 in Summe produzieren. Vor vier Jahren waren es noch 760.000 Tonnen. Davon entfallen rund 400.000 Tonnen auf loses und 70.000 Tonnen auf Streusalz in Säcken. Der Rest ist Speise-, Vieh- und Industriesalz.
„Ausverkauft“, wie in den vergangenen Tagen häufig kritisiert, sind die Salinen nicht. Noch nicht. Bis Ende Jänner kann Maix die Versorgung garantieren. Sollte der Winter jedoch so streng bleiben und es weiter schneien, könne er über den Jänner hinaus nichts prognostizieren. Denn zusätzliches Salz könne auch nicht importiert werden. Deutschland, Frankreich, die Schweiz – jeder frage bei jedem an, weil die Lager überall leer seien. Auch Tunesien sei schon ausverkauft, Ägypten in spätestens einer Woche.
„Wir haben auch nicht zu viel exportiert – wir exportieren gar nichts“, weist Maix entsprechende Vorwürfe zurück. Obwohl man etwa in Deutschland deutlich höhere Preise hätte erzielen können.
Das Problem des Versorgungsengpasses liegt laut Maix auch weniger in der Produktionskapazität als in der Lagerhaltung. In schwachen Wintern sei Salz sogar abverkauft worden. Jetzt, nach drei harten Wintern in Folge, sei es eigentlich kein Wunder, dass die Lager, die eine Kapazität von 330.000 Tonnen haben, eben abgeschmolzen seien.
„Wir haben auf die angespannte Situation reagiert und die Lieferungen kontingentiert“, sagt Maix. Das heißt, dass die Kunden – der größte ist die Asfinag mit rund 100.000 Tonnen – ihre Bestellungen jetzt nur mehr nach Bedarf abrufen. Was Salz in Säcken betrifft, müsse man sich jedoch neue Wege in der Lagerbewirtschaftung überlegen.
Quelle: http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/621461/Strenger-Winter-la...
Bundeskartellamt: keine Preisabsprachen beim Streusalz
Das Bundeskartellamt wird wegen der stark gestiegenen Streusalzpreise nichts unternehmen.
Wie der niederbayerische CSU Politiker Ernst Hinsken vom Chef des Kartellamts erfahren hat, sieht die Behörde keine Hinweise auf mögliche Preisabsprachen beim Streusalz.
Die gestiegenen Streusalzpreise seien demnach auf die hohe Nachfrage wegen des harten Wintereinbruchs zurückzuführen.
Erst letzte Woche hatte z.B. der Passauer Landrat Franz Meyer einen Streusalz-Lieferengpass öffentlich in Frage gestellt und eine Überprüfung der Streusalzhersteller und –lieferanten durch das Kartellamt gefordert.
Quelle: http://www.kanal8.de/default.aspx?ID=6526&showNews=907223
Das Salzmonopol der Kantone ist nicht zu knacken
Der harte Winter hinterlässt seine Spuren. In vielen Regionen der Schweiz findet nur noch auf den Hauptachsen eine Schwarzräumung statt. Bei den Gemeinden häufen sich die Reklamationen, weil Trottoirs und Quartierstrassen nicht mehr gesalzen werden. Doch die Unterhaltsdienste sind zum Sparen gezwungen, weil ihre Salzlager sonst im Januar leer sind. Die Rheinsalinen – der Schweizer Salzmonopolist – kontingentieren bereits seit Mitte Dezember die Lieferungen an die Kantone.
«Der Tagesverbrauch der Schweiz läge zurzeit bei 6000 bis 7000 Tonnen Streusalz», sagt Jürg Lieberherr, Direktor der Rheinsalinen. Die Tagesproduktion in Schweizerhalle BL und Riburg AG beträgt 1200 bis 1500 Tonnen. Weil bereits die beiden letzten Winter kalt und schneereich waren, konnten die Salinen den mächtigen Salzdom in Riburg mit 80'000 Tonnen Kapazität bis zum Winterbeginn nicht ausreichend füllen, um nun den Bedarf decken zu können.
Der Engpass lässt die Kritik am Salzmonopol wieder aufleben. Denn nur die Rheinsalinen dürfen Salz produzieren und importieren. Wer im Ausland Salz kaufen will, braucht eine Bewilligung – wie etwa die Stadt Luzern, die den Engpass mit Meersalz aus Süditalien überbrückt. «Die gegenwärtige Situation zeigt einmal mehr, dass man mit dem Monopol die Salzversorgung nicht sichern kann», sagt der Zürcher FDP-Nationalrat Markus Hutter. Er fordert wie Parteikollege Otto Ineichen (LU) eine Marktöffnung. Allerdings lief Ineichen bereits 2005 mit einem Vorstoss in Bern auf. Zwar hielt auch der Bundesrat das Monopol für überholt; es sei jedoch an den Kantonen, das Regal aufzuheben, beschied die Landesregierung. Diese Haltung bekräftigte sie kürzlich erneut.
Und die Kantone zeigen keine Lust, ihre Pfründe aufzugeben. In mehreren kantonalen Parlamenten scheiterten in den letzten Jahren Vorstösse, das Salzregal abzuschaffen. Einzig die Regalgebühr haben die Kantone aufgrund des politischen Drucks faktisch beseitigt. Sie wurde von 50 auf 1 Franken pro Tonne Streusalz reduziert. Weiter an die Kantone verteilt wird der jährliche Gewinn der Rheinsalinen von gut 20 Millionen Franken.
Das Festhalten am Monopol begründen die Kantone mit der Versorgungssicherheit. Das klingt angesichts der Knappheit zwar paradox. Allerdings ist Streusalz zurzeit in ganz Europa knapp und auf dem Markt kaum mehr erhältlich. «Wir suchen sogar in Nordafrika und auf der anderen Seite des Atlantiks nach Salz. Relevante Mengen finden wir nicht», sagt Lieberherr. Nur aus Holland wird die Schweiz im Januar beliefert. Die 21'000 Tonnen hatten die Rheinsalinen im Frühling 2009 reserviert.
Das Salzmonopol garantiert den Kantonen zwar keine vollen Lager, aber im Minimum die Tagesproduktion von 1500 Tonnen Salz zu einem festen Preis von derzeit 190 Franken pro Tonne. Inbegriffen ist die Lieferung. Für Lieberherr ist das Ausdruck des «typisch schweizerischen Solidaritätsdenkens». Die Lieferung kostet gleich viel, ob sie von Riburg ins Puschlav oder nach Basel geht.
Tatsächlich hätte eine Marktöffnung grosse Preisschwankungen zur Folge, räumt Hutter ein. «Allerdings haben die Rheinsalinen noch nie den Beweis angetreten, dass sie als Monopolist insgesamt günstiger sind als die Anbieter im Ausland.» Wie stark Angebot und Nachfrage die Salzpreise im Ausland bestimmen, zeigt ein Beispiel aus Deutschland. So mussten einige Städte im letzten Februar bis zu 300 Euro pro Tonne bezahlen. Im August war die gleiche Menge für 65 Euro zu haben. Dass Marktpreise die Kantone im Winter zum sparsameren Gebrauch des Salzes bewegen würden, glaubt Lieberherr nicht. Zu hoch seien heute die Ansprüche an die Mobilität.
Die Salzknappheit ist so rasch nicht zu beheben. Zwar bauen die Rheinsalinen eine neue Lagerhalle mit einer Kapazität von 100'000 Tonnen – zusätzlich zu den bereits bestehenden 130'000 Tonnen. Bis diese Lager jedoch randvoll sind, werden mehrere Jahre vergehen. «Wir brauchen wieder einmal einen milden Winter, um uns zu erholen», sagt Lieberherr.
Die Rheinsalinen wurden 1909 gegründet. Aktionäre sind die Kantone und das Fürstentum Liechtenstein. Als einziger Kanton nicht beteiligt ist die Waadt, die über eine eigene Saline in Bex verfügt. Allerdings vermag diese den Bedarf des Kantons zurzeit nicht zu decken, sodass Waadt zusätzlich auch Salz aus den Rheinsalinen bezieht.
Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Das-Salzmonopol-der-Kantone...
Salzmangel: Vorsicht bei Fahrten in Bayern
INNVIERTEL. Während die Straßenmeistereien im Innviertel über genügend Streusalz verfügen, tut sich im angrenzenden Bayern ein gravierender Engpass auf. Dies trifft auch viele Innviertler, die auf bayerischen Nebenstrecken unterwegs sind.
Der Winter hat streng begonnen, seit 26. November seien die Kräfte der Straßenverwaltung beinahe täglich im Einsatz, um die Straßen schnee- und eisfrei zu halten, so das Land Oberösterreich, das betont, über genügend Salzvorräte zu verfügen. Es werde sich bis Winterende ausgehen. Auch wenn der Verbrauch mit bereits mehr als 32.000 Tonnen gegenüber dem Vergleichszeitraum der Vorjahre drei Mal höher sei.
An extremen Wintertagen rieseln 2700 Tonnen Salz auf Oberösterreichs Straßen. Mit neu eingelagerten Reserven und laufenden Lieferungen durch den Vertragspartner Salinen Austria werde sich der Winter gut meistern lassen.
Letzteres kann das angrenzende Bayern offenbar nicht behaupten, wo der Salzvorrat laut Medienberichten in vielen Regionen offenbar nur noch bis kurz nach Weihnachten reicht und mangels geeigneter Verträge Nachschub keineswegs gesichert sei.
Die Autofahrer unter den Nachbarn klagen schon jetzt über teils schlechte Straßenverhältnisse, von denen im weiteren Winterverlauf auch die vielen Innviertler betroffen sein werden, die im angrenzenden Bayern unterwegs sind.
Bei extremer Knappheit werde Bayern die Salzstreuung auf das hochrangige Straßennetz beschränken. Der ADAC appelliert bereits an das Verständnis der Autofahrer. Die Fahrweise sei eben anzupassen. Unterdessen schielen die Nachbarn neidisch zu uns über die Grenze, wo vertraglich besser vorgesorgt wurde, inklusive drohenden Strafzahlungen bei Lieferproblemen.
Quelle: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/art70,528739
Streusalz für Stadt Salzburg hängt noch in Italien fest
Die Stadt Salzburg wartet sehnlichst auf 500 Tonnen Streusalz aus Israel. Wie die "Krone" berichtete (siehe Infobox), wurde nach dem strengen Winterbeginn das Salz für die Straßen bald knapp. Die Lieferung lässt aber noch bis Mittwoch auf sich warten.
Eigentlich hätte die Extra- Lieferung aus Israel am Montag in der Mozartstadt eintreffen sollen. Daraus wurde aber nichts: "Frühestens Mittwoch", heißt es aus dem Magistrat. Die Waggons mit dem weißen Winter- Gold hingen nämlich über Silvester am Verschubbahnhof in Triest (Italien) fest – daher die Verspätung.Die Stadt wartet dabei schon sehnlichst auf die Salz- Lieferung aus dem Nahen Osten. Wie berichtet, verlangte der strenge Winterbeginn einen außerordentlichen Einsatz von Streumittel auf dem 140 Kilometer umfassenden Straßennetz in Salzburg. "Wir brauchten alleine im November und Dezember mehr Salz als sonst in einem ganzen Winter", weiß Bauhof- Leiter Michael Wanner. Die Reserven sind somit bis auf 250 Tonnen Salz verbraucht. Wanner: "An einem starken Wintertag benötigen wir an die 100 Tonnen. Am Wochenende, wo es leicht geschneit hat, waren es um die 30 Tonnen pro Nacht. Der Ruhepolster ist also sehr dünn..."
Einzig: Nach dem Schnee- Chaos in ganz Europa war kein Salz mehr zu bekommen. Auch die Salinen Austria, sonst Vertrags- Lieferant für die Stadt, waren komplett ausverkauft. Daher wurden über die Salzvertrieb GmbH in Salzburg 500 Tonnen Meersalz aus Israel bestellt. "In Wintern wie diesen muss man improvisieren", heißt es dazu aus dem Betrieb. Der Preis für das Not- Salz ist dafür umso höher: 100.000 Euro muss die Stadt für die 500 Tonnen bezahlen – doppelt so viel wie üblicherweise.
Quelle: http://www.krone.at/Salzburg/Streusalz_fuer_Stadt_Salzburg_haengt_noch_i...
Die Salinen Austria können die Versorgung mit Streusalz nur mehr bis Ende Jänner garantieren, sollte der Winter so streng bleiben und es weiter schneien. Die Lieferungen an Großkunden wurden teilweise beschränkt.
Ebensee/Wien. 235.000 Tonnen Streusalz haben die Salinen Austria in diesem Winter schon verkauft – in einem „normalen“ Winter werden in der ganzen Saison rund 350.000 Tonnen Salz abgesetzt. Außerdem gingen schon 60.000 Tonnen Auftausalz in Säcken über den Ladentisch – durchschnittlich werden in Summe in einem Jahr nur 50.000 Tonnen Salzsäcke abgesetzt.
Rosige Zeiten also für die Salinen Austria, wenn Väterchen Frost ganz Europa im eisigen Griff hat? Keineswegs. „Wir können die Produktion nicht schlagartig erhöhen, weil wir die Soleversorgung nicht so rasch steigern können“, sagt Salinen-Vorstand Stefan Maix zur „Presse“. Deshalb würden trotz hoher Nachfrage die Gewinne etwa auf dem Vorjahresniveau von 6,4 Mio. Euro stagnieren.
Produktion wurde erhöht
Die Salinen hätten die Produktion in den vergangenen Jahren ohnedies kräftig hochgefahren. 1,1 Mio. Tonnen Salz wird das Unternehmen, das zu je 41,25 Prozent dem Industriellen Hannes Androsch und der Raiffeisenlandesbank OÖ und zu zehn Prozent der Mitarbeiterstiftung gehört, im laufenden Geschäftsjahr 2010/11 in Summe produzieren. Vor vier Jahren waren es noch 760.000 Tonnen. Davon entfallen rund 400.000 Tonnen auf loses und 70.000 Tonnen auf Streusalz in Säcken. Der Rest ist Speise-, Vieh- und Industriesalz.
„Ausverkauft“, wie in den vergangenen Tagen häufig kritisiert, sind die Salinen nicht. Noch nicht. Bis Ende Jänner kann Maix die Versorgung garantieren. Sollte der Winter jedoch so streng bleiben und es weiter schneien, könne er über den Jänner hinaus nichts prognostizieren. Denn zusätzliches Salz könne auch nicht importiert werden. Deutschland, Frankreich, die Schweiz – jeder frage bei jedem an, weil die Lager überall leer seien. Auch Tunesien sei schon ausverkauft, Ägypten in spätestens einer Woche.
„Wir haben auch nicht zu viel exportiert – wir exportieren gar nichts“, weist Maix entsprechende Vorwürfe zurück. Obwohl man etwa in Deutschland deutlich höhere Preise hätte erzielen können.
Das Problem des Versorgungsengpasses liegt laut Maix auch weniger in der Produktionskapazität als in der Lagerhaltung. In schwachen Wintern sei Salz sogar abverkauft worden. Jetzt, nach drei harten Wintern in Folge, sei es eigentlich kein Wunder, dass die Lager, die eine Kapazität von 330.000 Tonnen haben, eben abgeschmolzen seien.
„Wir haben auf die angespannte Situation reagiert und die Lieferungen kontingentiert“, sagt Maix. Das heißt, dass die Kunden – der größte ist die Asfinag mit rund 100.000 Tonnen – ihre Bestellungen jetzt nur mehr nach Bedarf abrufen. Was Salz in Säcken betrifft, müsse man sich jedoch neue Wege in der Lagerbewirtschaftung überlegen.
Quelle: http://www.arf.at/ausseer_regionalfernsehen/pages/tagesthemen.php